{"id":41,"date":"2020-01-05T15:43:16","date_gmt":"2020-01-05T15:43:16","guid":{"rendered":"http:\/\/web-weide.de\/?page_id=41"},"modified":"2020-10-29T21:45:31","modified_gmt":"2020-10-29T21:45:31","slug":"auf-ein-wort-artikel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/web-weide.de\/?page_id=41","title":{"rendered":"Auf ein Wort (Artikel)"},"content":{"rendered":"\n<p>Hier finden sich kurze Texte, die in den letzten Jahren in \nGemeindebriefen, Tageszeitungen oder anderen Medien ver\u00f6ffentlicht \nwurden. Sie nehmen aktuelle Ereignisse,&nbsp; Themen des Kirchenjahres oder \neinen Bibeltext auf:<\/p>\n\n\n\n<p id=\"AufeinWort0\"><strong>Durchs Kirchenjahr:<\/strong><br> <a href=\"#AufeinWort3\">Alles wird gut !<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort27\">Gut ankommen<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort23\">Zeit der Engel<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort19\">Das Freudenlicht des ewigen Lebens<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort5\">Trau ich der einen Nacht oder den vielen Tagen ?<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort9\">Auf ein Neues<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort4\">Die ertr\u00e4gliche Schwere des Seins<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort15\">Glaube kann aufh\u00f6ren<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort17\">Vorbereitete Verh\u00e4ltnisse<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort6\">Kreuz ist Trumpf<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort20\">Nein, danke, wir sterben nicht!<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort26\">Die Wirklichkeit der Auferstehung<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort1\">Es ist unm\u00f6glich, nicht zu glauben !<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort28\">Sommer, Ferien, Urlaub \u2026<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort2\">Geh aus, mein Herz, und suche Freud<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort21\">Herbstzeit \u2013 Erntezeit \u2013 Reifezeit<\/a><br> <a href=\"#AufeinWort13\">Evangelisch aus gutem Grund<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andere Themen:<\/strong><br>\n<a href=\"#AufeinWort22\">Im Lebenshaus auf Lebensreise<\/a><br>\n<a href=\"#AufeinWort7\">Dabei sein ist alles ?!<\/a><br>\n<a href=\"#AufeinWort14\">Durchschaut<\/a><br>\n<a href=\"#AufeinWort10\">Ver\u00e4nderung ist m\u00f6glich<\/a><br>\n<a href=\"#AufeinWort18\">Yes, He can !<\/a><br>\n<a href=\"#AufeinWort25\">Reich beschenkt<\/a><br>\n<a href=\"#AufeinWort24\">Was unserer Seele gut tut<\/a><br>\n<a href=\"#AufeinWort11\">Wahrheit ohne Liebe ? Liebe ohne Wahrheit ?<\/a><br>\n<a href=\"#AufeinWort12\">\u201eWer ist dem, der hilflos war, der N\u00e4chste gewesen ?\u201c<\/a><br>\n<a href=\"#AufeinWort16\">Was gilt in der Welt des 21. Jahrhunderts ?<\/a><br>\n<a href=\"#AufeinWort8\">Wo war Gott ?<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort1\">Es ist unm\u00f6glich, nicht zu glauben !<\/h3>\n\n\n\n<p>Jeder Mensch glaubt st\u00fcndlich unendlich viele Dinge, die er nicht \nnachpr\u00fcft, sondern er verl\u00e4sst sich auf die Erfahrungen, \nVertrauensw\u00fcrdigkeit und Zuverl\u00e4ssigkeit anderer. Wer w\u00fcrde und k\u00f6nnte, \nwenn er nach Mallorca fliegt, vorher genau das Flugzeug auf \nFlugt\u00fcchtigkeit und das Personal auf ausreichende Erfahrung \u00fcberpr\u00fcfen ?\n Wenn wir in ein Flugzeug steigen, dann glauben wir, dass andere \nMenschen ausreichend f\u00fcr Sicherheit gesorgt haben. Auch wenn wir \nvielleicht ein mulmiges Gef\u00fchl haben, wenn wir das erste Mal fliegen, \nwir vertrauen unser Leben dennoch anderen Menschen an, die wir nicht \neinmal kennen. Es geht nicht anders oder man bleibt zu Hause.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser ganzer Alltag ist auf diese Weise durchsetzt von Glauben. Nur \neinen Bruchteil dessen, was wir am Tag ganz selbstverst\u00e4ndlich tun, \n\u00fcberpr\u00fcfen wir vorher auf Richtigkeit. Den weitaus gr\u00f6\u00dften Teil glauben \nwir, dass wir uns auf andere verlassen k\u00f6nnen. Es ist absolut unm\u00f6glich,\n nicht zu glauben.<\/p>\n\n\n\n<p>Morgen werden in unserer und verschiedenen anderen Kirchengemeinden \njunge Menschen konfirmiert. Viele Monate haben die Konfirmanden \ngrundlegende Dinge des christlichen Glaubens kennengelernt und einge\u00fcbt.\n Nun sollen sie selbst Stellung nehmen, ob sie dem Vertrauen schenken, \nwas sie kennengelernt haben. Konfirmation hei\u00dft Befestigung. Kann man \nsich auf das verlassen, was man kennengelernt hat ? Tr\u00e4gt der \nchristliche Glaube ? Es wird nicht anders gehen, als das man sich auf \ndas verl\u00e4sst, was schon die ersten Christen in der Bibel und danach bis \nheute viele andere erfahren haben: der Glaube tr\u00e4gt. Christus ist \nwirklich auferstanden und lebt und begleitet unser Leben und f\u00fchrt uns \nzu Gott. Ihm k\u00f6nnen wir unser Leben anvertrauen. Wir leben von den \nErfahrungen der ungez\u00e4hlten Menschen, die vor uns den Glauben erprobt \nhaben. Aber wir werden die Erfahrung, dass der Glaube an Gott tr\u00e4gt, nur\n machen, wenn wir uns selbst darauf einlassen \u2013 so wie wir nur selbst \nErfahrungen mit dem Fliegen machen k\u00f6nnen, wenn wir in ein Flugzeug \nsteigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche den Konfirmanden und Ihnen allen den Mut und die Gelassenheit, sich auf den Glauben an Gott einzulassen.\u00a0 <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort2\">&gt;Geh aus, mein Herz, und suche Freud<\/h3>\n\n\n\n<p>Haben Sie ihrem Herzen schon einmal bewusst Ausgang gegeben ? Das empfiehlt jedenfalls der Liederdichter Paul Gerhardt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Geh aus, mein Herz, und suche Freud<br>\nin dieser lieben Sommerzeit<br>\nan deines Gottes Gaben;<br>\nschau an der sch\u00f6nen G\u00e4rten Zier<br>\nund siehe, wie sie mir und dir<br>\nsich ausgeschm\u00fccket haben.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Er fordert sein eigenes Herz auf, heraus zu gehen aus allem Tr\u00fcbsinn,\n allen Sorgen und \u00c4ngsten, heraus zu gehen und Freude zu suchen. Ganz \nbewusst!<\/p>\n\n\n\n<p>Vor kurzem h\u00f6rte ich von einer Frau, die dabei war, als ich auf einem\n Sommerfest vor vielen Jahren eine kurze Andacht hielt \u00fcber das Wort von\n Jesus: \u201eSeht die V\u00f6gel unter dem Himmel an: sie s\u00e4en nicht, sie ernten \nnicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater \nern\u00e4hrt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?\u201c W\u00e4hrend ich \nselbst diese Andacht schon wieder v\u00f6llig vergessen hatte, hatte sie sich\n der Frau unvergesslich eingepr\u00e4gt, weil es ihren Blick heraus lenkte \naus ihren vielen Problemen und N\u00f6ten auf den hin, der selbst die V\u00f6gel \nunter dem Himmel versorgt. Sie gab ihrem Herzen daraufhin Ausgang in \nGottes gute Sch\u00f6pfung und fand Freude.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine erfahrene Telefonseelsorgerin erz\u00e4hlte mir einmal, dass sie, \nwenn sie lange mit einem bedr\u00fcckten Menschen gesprochen hatte und den \nSorgen ihr Ohr geliehen hatte, manchmal auch zur\u00fcck fragte: \u201eSagen Sie \neinmal, wo befinden Sie sich jetzt ?\u201c Wenn sie dann heraush\u00f6rte, dass \nihr Gegen\u00fcber mitten am Tag in einem abgedunkelten Zimmer sa\u00df, dann \nsagte sie: \u201eNun machen sie erst einmal die Vorh\u00e4nge und das Fenster auf \nund lassen die Sonne herein !\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Geh aus, mein Herz, und suche Freud !<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Herz braucht Freude. Gott wei\u00df das und beschenkt uns vielf\u00e4ltig  damit. Die ganze Welt, besonders der sch\u00f6ne Sommer, sollen uns Anlass  zur Freude sein. Es sind Gottes gute Gaben. <em>(im Sommer 2006)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort3\">Alles wird gut !<\/h3>\n\n\n\n<p>Zuf\u00e4llig stie\u00df ich auf einen Text des Kabarettisten Hanns Dieter \nH\u00fcsch, der mir den Advent neu erschlossen hat. Ich m\u00f6chte ihn mit Ihnen \nteilen und damit einen gesegneten Advent w\u00fcnschen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eAlles wird gut \u2013 Dezemberpsalm<\/p><p>Mit fester Freude<br>\nLauf ich durch die Gegend<br>\nMal durch die Stadt<br>\nMal meinen Fluss entlang<br>\nJesus kommt<br>\nDer Freund der Kinder und der Tiere<br>\nIch gehe v\u00f6llig anders<br>\nIch gr\u00fc\u00dfe freundlich<br>\nM\u00f6chte alle Welt ber\u00fchren<br>\nMach dich fein<br>\nJesus kommt<br>\nSchm\u00fcck dein Gesicht<br>\nSchm\u00fccke dein Haus und deinen Garten<br>\nMein Herz schl\u00e4gt ungemein<br>\nMacht Spr\u00fcnge<br>\nMein Auge lacht und f\u00e4rbt sich voll<br>\nMit Gl\u00fcck<br>\nJesus kommt<br>\nAlles wird gut\u201c<br>\n<em>(c) tdv-Verlag<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Alles wird gut ! Was f\u00fcr eine Perspektive ! Alles wird gut ! Was uns \nSchmerzen bereitet, was uns verletzt, was uns Probleme schafft, was uns \nnieder dr\u00fcckt, was uns traurig macht: es wird der Vergangenheit \nangeh\u00f6ren. Alles wird gut ! Kaum zu glauben. Gegen alle Erfahrung. Zu \nsch\u00f6n, um wahr zu sein ?! Alles wird gut ? Wirklich ? Warum ? Weil Jesus\n kommt. Weil er alles heil macht ! Weil er, wie wir singen, Heil und \nSegen mit sich bringt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>Siehe, dein K\u00f6nig kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer (Sacharja 9,9)<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das ist die Adventsbotschaft. Jesus kommt und alles wird gut. Das  verwandelt unseren Alltag. Nichts bleibt mehr beim Alten. Hanns Dieter  H\u00fcsch beschreibt, wie er die Welt neu wahrnimmt. Im Lichte des Kommens  Jesu verwandelt sich die Welt. Sie bleibt zwar dieselbe. Und doch wird  sie anders durch die Ankunft des Kommenden. Die Adventsbotschaft  verwandelt den H\u00f6renden und Glaubenden. Die Ankunft von Jesus macht ihm  die Welt freundlich und freudevoll. Sie l\u00e4sst uns erwarten: Alles wird  gut !<br> Wie aber kommt Jesus zu uns ?<br> Er kommt als Mensch, als Kind zu uns. Das feiern wir Weihnachten.<br> Er kommt in der Weitergabe seiner Botschaft. Evangelium hei\u00dft: Gute Nachricht, frohe Botschaft !<br> Er kommt im Glauben der Menschen, die ihn kennen und lieben. Er ist in ihnen pr\u00e4sent.<br> Er kommt in Herrlichkeit, sichtbar f\u00fcr alle Welt. Am Ende aller Zeit.<br> Er kommt und verwandelt die Welt: die Glaubenden schon jetzt, alles andere zuletzt.<br> Advent hei\u00dft: Jesus kommt ! Alles wird gut !<br> <em>(im Advent 2005)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort4\">Die ertr\u00e4gliche Schwere des Seins<\/h3>\n\n\n\n<p>Vorgestern stand ich am Grab eines mir pers\u00f6nlich nahe stehenden \nMenschen. Nachdem jeder bei der Bestattung in stillem Gedenken noch \neinmal Abschied genommen hatte, stimmten wir den Choral an:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eNun danket alle Gott mit Herzen, Mund und H\u00e4nden,<br>\nder gro\u00dfe Dinge tut an uns und allen Enden,<br>\nder uns von Mutterleib und Kindesbeinen an<br>\nunz\u00e4hlig viel zugut bis hierher hat getan.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der Verstorbene hatte es so bestimmt. Am Ende seines Lebens sollte \nder Dank an Gott stehen. Dabei hatte das Leben es ihm nicht leicht \ngemacht. Durch das SED-Regime der damaligen DDR ist ihm gro\u00dfes Unrecht \nzugef\u00fcgt und alles genommen worden, was er sich \u00fcber Jahrzehnte mit viel\n M\u00fche aufgebaut hatte. In der BRD wurde ihm dann im Alter ein \nbescheidener Neuanfang erm\u00f6glicht. Er ist \u00fcber seinem schweren Erleben \nnicht an Gott verzweifelt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Jesus sagt einmal:\u201cVerkauft man nicht f\u00fcnf Sperlinge f\u00fcr \nzwei Groschen? Dennoch ist vor Gott nicht einer von ihnen vergessen. \nAber auch die Haare auf eurem Haupt sind alle gez\u00e4hlt. Darum f\u00fcrchtet \neuch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge.\u201c (Lukas 12,6-7)<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Sperlinge waren in der Antike eine Delikatesse und wurden gefangen  und auf dem Markt verkauft. Das Bild steht f\u00fcr das Leid, das in der  Sch\u00f6pfung vorhanden ist. Dennoch geschieht all das nicht, ohne dass Gott  es wei\u00df. Mitten in allem Schweren ist jeder Mensch von Gott wert  geachtet. Gott kennt und ermisst jedes Leid. Er bewahrt uns nicht immer  vor Schwerem, aber er tr\u00e4gt uns durch. Ja, er hat selbst das menschliche  Leid auf sich genommen und bis ans Ende durchlitten in Jesus Christus.  Wir bedenken es jetzt in der Passionszeit. Unser Leiden ist Gott nicht  fremd. Aber er hat es \u00fcberwunden in der Auferstehung Jesu Christi. Er  f\u00fchrt auch unser Leid zu einem guten Ende. Im Glauben an Jesus Christus  haben wir die Zusage, dass auch unser Leben in Gottes guter Hand ist  mitten in allem Schweren. Wir sind wert geachtet in Gottes Augen. Lasst  uns das nicht vergessen. Der Dank an Gott darf am Ende \u00fcber allem  stehen.<br> <em>(im Februar 2005)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort5\">Trau ich der einen Nacht oder den vielen Tagen ?<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Weihnachtsfest liegt hinter uns. Die Geschenke sind ausgepackt  und in Gebrauch genommen. Noch liegt etwas vom Glanz des Festes \u00fcber  unseren Zimmern: der Duft des Weihnachtsbaumes, das Licht der Kerzen.  Eine gro\u00dfe Ruhe herrscht in diesen Tagen. Die Kinder haben Ferien, viele  haben Urlaub. Der Blick geht aber schon voraus auf das Jahresende. Was  hat uns das zu Ende gehende Jahr gebracht, was wird uns das neue Jahr  bringen ?<br> Gerhard Valentin nimmt in einem neueren Nach-Weihnachtslied diese  Stimmung auf: das Fest geht langsam in den Alltag \u00fcber. Was uns  Weihnachten bewegte, wird Vergangenheit. Was bleibt vom Fest ? Wird all  das, was Weihnachten ausmacht, wieder vom Alltag eingeholt ? War  Weihnachten nur eine vor\u00fcbergehende Familienidylle am Ende des Jahres ?  Oder bleibt etwas Entscheidendes vom Fest zur\u00fcck \u2013 etwas, womit wir  leben und letztlich auch sterben k\u00f6nnen ? Gerhard Valentin stellt sich  am Ende seines Liedes die entscheidende Frage: <em>\u201eTrau ich der einen Nacht oder den vielen Tagen ?\u201c<\/em>  Trau ich dem, was in der Heiligen Nacht, der Weihnacht, geschehen ist:  dass der Himmel die Erde ber\u00fchrt und verwandelt hat, dass Gott uns in  Jesus endg\u00fcltig nahe gekommen ist ? Oder gehe ich zur Tagesordnung des  Alltags \u00fcber und vergesse das alles wieder ?<br> Die Jahreslosung f\u00fcr das neue Jahr 2008 macht uns Mut damit zu rechnen,  dass das, was Weihnachten geschah, bis jetzt nachwirkt. Der Christus,  der damals geboren wurde, spricht uns zu: \u201eIch lebe und ihr sollt auch  leben !\u201c ( Joh. 14,19) Weihnachten ist keine Idylle f\u00fcr ein paar sch\u00f6ne  Stunden, sondern das Fest, an dem wir den Beginn unserer Rettung aus  Schuldverstrickung und Todesverhaftung und die gro\u00dfe Perspektive eines  Lebens mit und bei Gott feiern. Uns ist der Retter geboren ! Das bleibt,  auch wenn wir gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig endg\u00fcltig im Alltag gelandet sind.<em> (nach Weihnachten 2007)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort6\">Kreuz ist Trumpf<\/h3>\n\n\n\n<p>\u2013 zumindest in der Bibel. Denn Jesus hat f\u00fcr uns am Kreuz alles  ausgereizt. Er hat alles daran gesetzt, uns Menschen f\u00fcr Gott wieder zu  gewinnen. Er hat gegen den Teufel und alle M\u00e4chte gespielt und sein  eigenes Leben f\u00fcr uns eingesetzt. Damals vor fast 2000 Jahren in  Jerusalem hatte es der Teufel geschafft, alle Politiker und religi\u00f6sen  F\u00fchrer, \u2013 die ( b\u00f6sen ) Buben und K\u00f6nige \u2013 gegen Jesus auszuspielen:  Pilatus, den Hohen Rat, Herodes. Sogar das Volk. Und es schien  tats\u00e4chlich so, als ob der Teufel gewinnen w\u00fcrde. Jesus war ja tot.  Jetzt hatte der Teufel scheinbar freie Bahn und endlich gesiegt. Aber er  hatte die Rechnung ohne Gott gemacht. Der hatte noch ein As, mit dem er  alles ausstach. Er hat Jesus vom Tod auferweckt. Jesus lebt, der Tod  ist \u00fcberwunden, der Teufel besiegt, die S\u00fcndenschuld durch den Tod von  Jesus bezahlt. Und wer ihm sein Leben anvertraut, geh\u00f6rt mit zu den  Siegern, geh\u00f6rt auf Gottes Seite. Am Kreuz hat Gott in Jesus  tr(i)umphiert. Nichts ist mehr st\u00e4rker als er. Und ihm zu geh\u00f6ren ist  das Sch\u00f6nste, was uns im Leben passieren kann. Steht alles in der Bibel.  Wie gesagt: Kreuz ist Trumpf. <em>(Passionszeit)<\/em><a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort7\">Dabei sein ist alles ?!<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Ferien gehen zu Ende und es geht wieder los f\u00fcr die Sch\u00fcler und \nauch f\u00fcr manch andere. Ein neues Schuljahr, die Ausbildung oder das \nStudium beginnt, f\u00fcr andere geht es nach dem Urlaub im Beruf weiter. \nLeistung ist wieder gefragt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Olympischen Spiele in Peking beginnen. Aus mehr als 200 Nationen \nk\u00e4mpfen \u00fcber 10.000 Athleten um olympisches Edelmetall. Jahrelang haben \nsie trainiert und sich in dieser Saison gezielt auf die Olympischen \nSpiele vorbereitet, mit ungeheurer Disziplin das Letzte an \nSchnelligkeit, Kraft und Sicherheit versucht aus ihrem K\u00f6rper \nherauszuholen. Jetzt ist zu beweisen, was man kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Allein die Leistung z\u00e4hlt, im richtigen Leben wie bei Olympia \u2013 oder ?\n Wer nicht die richtigen Leistungen bringt, wird im Leben wie bei \nOlympia nicht auf dem Treppchen stehen. Und was machen die, die die \nLeistung nicht bringen k\u00f6nnen ? Die nicht Sieger sind ?<\/p>\n\n\n\n<p>Es gilt hier das olympische Motto: Dabei sein ist alles ! Miterleben,\n wie viele zusammenkommen aus den verschiedenen Nationen. Die besondere \nAtmosph\u00e4re von Olympia genie\u00dfen, miteinander feiern.<\/p>\n\n\n\n<p>Das olympische Motto gilt auch f\u00fcr unser Leben vor Gott: Auf der \neinen Seite sollen wir das Beste geben, unsere uns geschenkten Gaben so \ngut wie m\u00f6glich entwickeln und zu Gottes Ehre einsetzen. Auf der anderen\n Seite bestimmt sich unser Wert als Mensch nicht abh\u00e4ngig von unserer \nLeistung, schon gar nicht im Blick auf Gott. Hier gilt: Dabei sein ist \nalles. Dabei sind wir als Christen durch den Glauben und die Taufe, \ndabei sind wir in der gro\u00dfen und bunten V\u00f6lkerfamilie rund um den \nErdball, die sich zu Christus bekennt. Dabei sein hei\u00dft, den Glauben im \nGottesdienst und in der Gemeinde zu st\u00e4rken und zu feiern. Dabei sein \nhei\u00dft auch, den Glauben im Alltag zu leben, fair zu sein und f\u00fcreinander\n einzustehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Christsein schlie\u00dft gerade diejenigen nicht aus, die im Kampf um die  vorderen Pl\u00e4tze keine Chance haben. So wie auch gerade diejenigen, die  bei Olympia abgeschlagen als Letzte durchs Ziel kommen und nicht  aufgegeben haben, schon oft einen Sonderapplaus bekommen haben. <em>(am Ende der Sommerferien 2008)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort8\">Wo war Gott ?<\/h3>\n\n\n\n<p>Winnenden \u2013 eine Stadt, ja eine ganze Nation im Schock. F\u00fcnfzehn  Menschen wurden sinnlos get\u00f6tet und als sechzehnter t\u00f6tete der T\u00e4ter  sich selbst. Von einem Augenblick auf den anderen wurde das Leben vieler  in einen Abgrund von Schrecken, Leid, Trauer, Schmerz und  Fassungslosigkeit gesto\u00dfen. Die Medien brachten es uns t\u00e4glich nahe und  es ber\u00fchrt viele tief. Es h\u00e4tte uns oder unsere Kinder ja \u00e4hnlich  treffen k\u00f6nnen \u2013 man mag es sich nicht ausmalen. Und dann konnte man im  Fernsehbericht auf einem selbst gemalten Plakat lesen: \u201eWo war Gott ?\u201c  Diese Frage taucht ja gerade bei Katastrophen immer wieder auf. Ja, wo  war Gott ? Wo war Gott im Leben des Amokl\u00e4ufers ? Hatte er, der ja  getauft und konfirmiert wurde, je richtig begriffen, wer Gott ist ?  Hatte er eine Ahnung davon, dass Gott ihn liebt und zu ihm steht, auch  wenn andere ihn \u00fcbersehen ? Dass Gott f\u00fcr ihn da ist, auf seine Gebete  h\u00f6rt ? Hat er selber Gott eine Chance gegeben, in seinem Leben anwesend  zu sein ? Wo war Gott in seiner n\u00e4heren Umgebung ? Hatte Gott eine  Chance, dem sp\u00e4teren Amokl\u00e4ufer durch seine Mitmenschen Annahme und  Akzeptanz erfahren zu lassen ? Gab es eine Gemeinschaft von Christen,  die ihn st\u00e4rken und st\u00fctzen konnte ? Oder war Gott im Leben seiner  unmittelbaren Umgebung nur ein blasser Gedanke, der mit dem eigentlichen  Leben nichts zu tun hat ? Wo war Gott bei den Verantwortlichen in den  Firmen, die gewaltbestimmte Computerspiele herstellen und derjenigen,  die sie verkaufen ? Wir k\u00f6nnten unendlich weiter fragen, wo Gott denn  eigentlich konkret im Leben seiner Menschen war. Sicher w\u00e4re damit noch  nicht alles erfragt und gesagt angesichts dieses schrecklichen  Geschehens. Ich denke jedoch, eine grundlegende Frage ist damit  gestellt: haben wir nicht insgesamt in unserer Gesellschaft Gott viel zu  sehr aus unserem Leben ausgeklammert ? Kann er unser Leben \u00fcberhaupt  noch so beeinflussen, dass sein guter Wille zum Zuge kommt ? Und wenn  wir uns auf ihn einlie\u00dfen, m\u00fcsste sich dann nicht einiges \u00e4ndern ? W\u00e4ren  wir dazu bereit ? Ich denke, es geh\u00f6rt zur Fairness, Gottes Gegenwart  nicht nur dann herbei zu zitieren, wenn eine menschliche Katastrophe  passiert ist und wenn uns die Folgen eines gesellschaftlichen oder  pers\u00f6nlichen Lebens ohne Gott erschreckend vor Augen stehen. Geben wir  Gott eine Chance, wieder so in unser Leben hinein zu kommen, dass sein  guter Wille unserem Leben Gestalt geben kann. <em>(M\u00e4rz 2009)<\/em><a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort9\">Auf ein Neues<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein mit Neuschnee bedecktes Feld, in dem noch keine Spuren zu sehen \nsind, ein neues Jahr, das frisch und unber\u00fchrt vor einem liegt, ein neu \ntapeziertes Wohnzimmer: das ist etwas, wor\u00fcber man sich freut und das \nman manchmal ersehnt. Neues ist unverbraucht und frisch. Neues ist oft \naber auch eine Herausforderung: etwa eine neue Arbeitsstelle: werde ich \nmich gut einarbeiten? Ein neues Auto: finde ich mich mit der Elektronik \nzurecht?<br>\nDas alles schwingt mit, wenn Gott zusagt, dass er Neues schaffen will. \nGott ist nicht nur ein Gott der Vergangenheit, den wir gut zu kennen \nscheinen, sondern ein Gott der Zukunft, der selbst Zukunft f\u00fcr uns \ngestaltet, der immer wieder Neues herauf f\u00fchrt: <em>\u201eSiehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt w\u00e4chst es auf, erkennt ihr\u2019s denn nicht?\u201c<\/em>\n (Jesaja 43,19a) Die Frage an uns ist: K\u00f6nnen und wollen wir uns auf den\n Gott, der Neues schafft, einlassen? Das ist die Frage unseres \nVertrauens zu ihm. Solange Gott uns als der alt Bekannte begegnet, \nbraucht es nicht gro\u00df Glauben. Aber wenn unsere Existenz, unser Leben \ndamit verbunden ist, dass Gott f\u00fcr uns und mit uns Zukunft gestaltet, \ndann geht das nur, wenn wir ihm vertrauen. Das mussten Menschen aller \nGenerationen immer wieder neu lernen. Auch damals Israel, als Gott \ndieses Wort zu ihnen sprach. Gott l\u00e4dt ein, er wirbt darum, ihm im blick\n auf unsere Zukunft zu vertrauen. Er l\u00e4dt ein, die Zeichen seines \naktuellen Handelns wahrzunehmen: \u201eJetzt w\u00e4chst es auf, erkennt ihr\u2019s \ndenn nicht?\u201c Gott ist schon l\u00e4ngst am Werk: auch in unserer Zeit \u2013 so \nschwierig und un\u00fcbersichtlich sie ist! Nehmen wir es wahr? Erkennen \nwerden wir das nur, wenn wir es mit den Augen des Glaubens, des \nVertrauens auf Gott, mit den gesch\u00e4rften Sinnen biblischer Prophetie zu \nerkennen suchen. Gott hinter dem, was geschieht zu entdecken und zu \nverstehen, das ist die Herausforderung, vor der wir stehen. Diese \nHerausforderung anzunehmen ist nur m\u00f6glich in dem Wissen, dass letztlich\n alles zu unserem Guten mitwirkt und Gott uns zur Seite steht. Darum \nk\u00f6nnen wir uns ihm anbefehlen. Paul Gerhardt, dessen 400. Geburtstag wir\n in diesem Jahr begehen, hat das in einem seiner bekanntesten Lieder so \nbeschrieben:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eBefiehl du deine Wege und was dein Herze kr\u00e4nkt<br>\nder allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt.<br>\nDer Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn,<br>\nder wird auch Wege finden, da dein Fu\u00df gehen kann,<br>\nDem Herren musst du trauen, wenn dir\u2019s soll wohlergehn;<br>\nauf sein Werk musst du schauen, wenn dein Werk soll bestehn.<br>\nMit Sorgen und mit Gr\u00e4men und mit selbsteigner Pein<br>\nl\u00e4sst Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>(Fr\u00fchjahr 2007)<\/em><a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort10\">Ver\u00e4nderung ist m\u00f6glich<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eDer kann auch nicht aus seiner Haut\u201c \u2013 so sagt man voller \nVerst\u00e4ndnis von einem Menschen, der zwar eigentlich anders sein oder \nhandeln m\u00fcsste, es aber es aufgrund seiner Veranlagung oder Umst\u00e4nde \nnicht kann. Hier wird ein Dilemma beschrieben, das viele Menschen \nerleben. Sie w\u00fcrden so gerne anders sein oder leben und wissen doch \nnicht wie. Sie sind gebunden an ihre Gewohnheiten und Erfahrungen und \nerkennen doch, dass es eigentlich anders \u2013 besser \u2013 sein m\u00fcsste. \n\u201eEigentlich bin ich ja ganz anders \u2013 ich komme nur so selten dazu\u201c \u2013 so \nbringt ein Bonmot das Dilemma zum Ausdruck.<br>\nUm dieses Dilemma geht es auch bei einem Gespr\u00e4ch, dass im \nJohannesevangelium (Kap. 3) Jesus mit einem frommen und gelehrten \nMenschen mit Namen Nikodemus eines Nachts f\u00fchrt. Und Jesus muss ihm \nsagen: So wie du bist: mit deinen angeborenen, nat\u00fcrlichen \nVoraussetzungen wirst du nicht die neue Wirklichkeit Gottes sehen und an\n ihr teilhaben. Dieses best\u00e4tigt unser menschliches Dilemma im Blick auf\n Gott. Aber Jesus zeigt ihm einen Weg auf. Er spricht von einer \nNeugeburt. Man bekommt sozusagen eine neue Haut, indem man neu geboren \nwird. Die Frage des Nikodemus ist nat\u00fcrlich: Wie soll das gehen: neu \ngeboren werden ? Jesus spricht dann zu ihm von einer M\u00f6glichkeit, die \nnicht im Bereich unseres menschlichen K\u00f6nnens liegt, sondern allein im \nBereich von Gottes M\u00f6glichkeiten: Gottes Geist muss dich ganz neu \ngestalten. Wenn er in dein Leben kommt, dann passiert etwas mit dir, was\n einer Neugeburt gleicht. Was dir vorher unm\u00f6glich war, das wirkt Gottes\n Geist in dir. Er ver\u00e4ndert dich so, wie Gott es will. Das wird f\u00fcr \nandere sp\u00fcrbar sein wie der Wind: du kannst ihn nicht fassen, nicht \ngreifen und nicht beherrschen. Aber seine Auswirkungen sind \nun\u00fcbersehbar: du sp\u00fcrst ihn, du siehst, wie er etwas bewegt im Leben. \nAber du kannst nicht einordnen, woher diese Kraft kommt. So sind alle \nMenschen, in denen Gottes Geist wirkt: Sie sind in bestimmter Hinsicht \nanders. In ihnen ist anderes und mehr am Werke als nur das, was \nmenschlich erkl\u00e4rbar ist. Sie bekommen Lust zum Beten, fangen an, die \nBibel zu lesen, suchen den Kontakt zur Gemeinde und zu anderen bewussten\n Christen. Das was vorher als sinnlos und langweilig angesehen wurde, \nist f\u00fcr sie nun mit Leben gef\u00fcllt. Die Auswirkungen werden auch im \nnormalen Leben sp\u00fcrbar. Die Einstellungen zu vielen Dingen \u00e4ndern sich. \nManchmal sind die \u00c4nderungen so stark, dass daran Konflikte aufbrechen \nmit denen, die das nicht verstehen und mitvollziehen k\u00f6nnen. Ein \nun\u00fcbersehbares Kennzeichen des neuen Lebens, das Gott geschenkt hat.<br>\nJetzt wird aber im Gespr\u00e4ch die Verlegenheit des Nikodemus noch gr\u00f6\u00dfer: \nWie soll das geschehen ? Wie komme ich dazu ? Jesus gibt ihm einen \nSchl\u00fcssel an die Hand, wie es zu diesem neuen Leben kommt: Glaube, was \nich dir sage ! Mein Sterben und Auferstehen ist der Schl\u00fcssel daf\u00fcr, \ndass dein Leben neu werden kann: In meinem Sterben wird das alte Leben \nabgetan, in der Auferstehung wird das neue Leben, dass ich dir schenke, \nherauf gef\u00fchrt. Indem du das annimmst, dich darauf verl\u00e4sst, total \ndarauf vertraust, hast du Teil an meinem neuen Leben, bist du neu \ngeboren. Indem du dich im Glauben mit mir verbindest, gilt dir, was ich \nf\u00fcr dich getan haben. Vertraue meinem Wort, vertraue dich mir an.<br>\nKann man heraus aus seiner Haut ? Nicht aus eigener Anstrengung, aber \nvon Gott in Bewegung gesetzt sicherlich. Das bezeugen \u00fcber die \nJahrhunderte bis heute viele Menschen. Ein Wort Martin Luthers zum \nSchluss soll das unterstreichen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDer ganze Mensch muss in das Evangelium kriechen und \ndort neu werden, die alte Haut ausziehen, wie die Schlange es tut. Wenn \nihre Haut alt wird, sucht sie ein enges Loch im Felsen. Da kriecht sie \ndurch und zieht ihre Haut selbst ab und l\u00e4sst sie drau\u00dfen vor dem Loch.<br>\nSo muss der Mensch auch in das Evangelium und in Gottes Wort sich \nbegeben und getrost folgen seiner Zusage; es wird nicht tr\u00fcgen.<br>\nSo zieht er ab seine alte Haut, l\u00e4sst drau\u00dfen sein Licht, seinen D\u00fcnkel,\n seinen Willen, seine Liebe, seine Lust, sein Reden, sein Wirken. Und \nwird also ein ganz anderer, neuer Mensch, der alles anders ansieht als \nvorhin, anders richtet, anders urteilt, anders denkt, anders will, \nanders redet, anders liebt, anders l\u00fcstet, anders wirkt und f\u00e4hrt als \nvorhin!\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Erneuerung ist m\u00f6glich \u2013 mit der Kraft und den Mitteln, die Gott uns  schenkt: sein Wort, seine Gemeinde, sein Geist. Allein werden wir  scheitern. Das muss nicht sein. Lassen sie sich erneuern ! <em>(im Sommer 2004)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort11\">Wahrheit ohne Liebe ? Liebe ohne Wahrheit ?<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eLasst uns wahrhaftig sein in der Liebe und in allen St\u00fccken wachsen zu dem hin, der das Haupt ist: Christus.\u201c Eph. 4,15<\/p>\n\n\n\n<p>Wahrhaftigkeit in Liebe, das ist die Herausforderung. Was und wie \nsagt man einem, der unheilbar krank ist, was auf ihn zukommt ? Man \nm\u00f6chte ihm ja nicht den letzten Lebensmut nehmen mit der bitteren \nWahrheit. Andererseits nimmt man ihm, wenn man es verschweigt, die \nM\u00f6glichkeit, sich selbst damit auseinander zu setzen und so seine \nSituation zu verarbeiten. Es zu verschweigen ist ja auch unmenschlich. \nWahrhaftigkeit in der Liebe ist gefragt: nicht die Wahrheit \nverschweigen, aber sie so zu sagen, dass der Todkranke es annehmen kann.\n Das erfordert viel Mut und Feingef\u00fchl.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso ist es, wenn das Selbstbild eines Menschen und das Bild, das  andere von ihm haben, v\u00f6llig auseinander gehen. Dann entstehen immer  wieder schwierige oder peinliche Situationen. Hier wahrhaftig zu bleiben  ohne die Liebe zu verletzen, das ist eine gro\u00dfe Herausforderung. Oft  verfallen wir in die scheinbar leichtere L\u00f6sung, in Anwesenheit der  betreffenden Person so zu tun, als ob alles in Ordnung ist, uns dann  aber hinter ihrem R\u00fccken dar\u00fcber aufzuregen, wie unm\u00f6glich sie ist. Das  hilft ja letztlich niemandem. Es ist oft nicht einfach, hier einen guten  Weg zu finden. Denn derjenige, der einem anderen sagt, was alle denken,  wird manchmal von der Person, der er damit helfen wollte, daf\u00fcr  bestraft, dass er so ehrlich war, weil sie darin einen pers\u00f6nlichen  Angriff auf sich sieht.<br> Die Wahrheit \u00fcber sich selbst anzunehmen, vor allem, wenn sie unangenehm  ist, f\u00e4llt jedem Menschen sehr schwer. Deshalb braucht sie einen  gesch\u00fctzten Raum: einen Raum der Liebe und der Annahme und manchmal auch  der Verschwiegenheit. Nur wer wei\u00df, dass er angenommen und geliebt ist  trotz und mit seinem Versagen, trotz und mit seinem Charakter, trotz und  mit seinen Schw\u00e4chen, der kann sich langsam der Wahrheit \u00fcber sich  \u00f6ffnen. Einen solchen Raum der Liebe zu schaffen braucht viel Zeit und  Vertrauen. Jeder Mensch ben\u00f6tigt einen solchen Raum, um wachsen zu  k\u00f6nnen, um weiter zu kommen, um nicht ein Leben lang auf der selben  geistigen Entwicklungsstufe stehen zu bleiben, um sich mit sich selbst  auszus\u00f6hnen.<br> In Christus, in der Glaubensgemeinschaft mit ihm, wird uns so ein Raum  er\u00f6ffnet. Von ihm wissen wir, dass er uns bedingungslos angenommen hat.  Sein Leben und Sterben ist ein beredtes Zeugnis daf\u00fcr. Bei ihm k\u00f6nnen  wir im Gebet ehrlich vor uns werden. Bei ihm k\u00f6nnen wir uns eingestehen,  was wir uns und anderen sonst nie eingestanden h\u00e4tten. Bei ihm k\u00f6nnen  wir deshalb auch innerlich wachsen und weiter kommen.<br> Diesen Raum der Liebe, in dem wir wahrhaftig werden k\u00f6nnen, den m\u00fcssen  wir aber auch immer wieder einander \u00f6ffnen. Erst im menschlichen  Miteinander, dass von Wahrhaftigkeit in Liebe gepr\u00e4gt ist, vollzieht  sich ein Reifungsprozess. Es entsteht eine Gemeinschaft, die tragf\u00e4hig  wird, weil man nicht unbedingt sein Gesicht wahren muss, sondern sich  angenommen wei\u00df, wie man ist.<br> Wahrhaftigkeit in Liebe, das ist eine Herausforderung, an der jeder ein  Leben lang zu lernen hat. Eine Herausforderung aber, die sich lohnt. <em>(Sommer 2006)<\/em><a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort12\">\u201eWer ist dem, der hilflos war, der N\u00e4chste gewesen ?\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>Vor einigen Monaten ging eine Nachricht durch die Medien, die  inzwischen schon wieder vergessen ist, aber ein noch immer aktuelles  Problem beschreibt: ein Mann war verhungert, weil er von Hartz IV  abh\u00e4ngig und zugleich psychisch krank war. Er war aufgrund seiner  Krankheit unf\u00e4hig, auf Schreiben und Anweisungen der Beh\u00f6rde zu  reagieren. Dies f\u00fchrte dazu, dass ohne weitere Kontaktnahme mit ihm ein  ums andere Mal die Mittel weiter gek\u00fcrzt wurden, bis ihm zuletzt nicht  mehr genug zum \u00dcberleben blieb. Das ist nicht beh\u00f6rdliches Versagen  gewesen, sondern ist in den Gesetzen ausdr\u00fccklich so angelegt!  Deutschland war lange Zeit ein Sozialstaat. Mit der Hartz-Gesetzgebung  hat sich das schleichend ge\u00e4ndert: urspr\u00fcnglich geschaffen, um den  Arbeitsmarkt besser zu regulieren, setzen die Hartz-Gesetze voraus, dass  f\u00fcr alle genug Arbeit vorhanden ist. Dies ist sogar bei einer guten  Konjunktur nicht der Fall, denn in Deutschland bekommt man nur mit den  entsprechenden Qualifikationen einen Arbeitsplatz, der einen ern\u00e4hren  kann. Und von Hartz IV kann man nur leben, wenn man extrem sparsam ist  und keinerlei Komplikationen oder zus\u00e4tzliche Belastungen auftreten.  Aber das Leben ist in der Regel anders: unvorhersehbare Komplikationen  und Belastungen geh\u00f6ren dazu. In Folge der gesellschaftlichen  Entwicklung der letzten Jahre hat sich so das Bild Deutschlands stark  ver\u00e4ndert: die Zahl der privaten Insolvenzen erreicht Jahr f\u00fcr Jahr neue  Rekordmarken; immer mehr Kinder wachsen in relativer Armut auf, so dass  die Anschaffung auch der f\u00fcr die Schule notwendigen Dinge zum Problem  wird; \u00e4ltere Arbeitslose verlieren nicht nur oft v\u00f6llig den Mut, weil  sie keine Anstellung mehr finden, sondern m\u00fcssen auch mit erheblichen  Einschr\u00e4nkungen bei ihrer Rente rechnen. Kirchen und B\u00fcrgerinitiativen  in gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten reagieren seit einiger Zeit auf die konkrete Armut  bei uns mit der Einrichtung von Mittagstischen und Lebensmitteltafeln  und finden immer gr\u00f6\u00dfere Nachfrage. Davon, dass der Staat eine  hinreichende Lebenssicherung bietet, wird man sich wohl immer mehr  verabschieden m\u00fcssen. Die Frage der Diakonie, des Eintretens f\u00fcr  Menschen in Notlagen, wird mehr und mehr auf uns selbst als  Gemeindemitglieder und B\u00fcrger zur\u00fcckfallen. Eine Kultur des Helfens muss  sich in einer sich wandelnden Gesellschaft neu herausbilden. In den  vorangegangenen Jahrzehnten ist die soziale Hilfe ja immer mehr  professionalisiert und institutionalisiert worden. Das l\u00e4sst sich jetzt  finanziell oft nicht mehr aufrecht erhalten. Wir werden in vielem wieder  selber mehr gefragt sein. Solidarit\u00e4t muss gesellschaftlich wieder neu  einge\u00fcbt werden. Als Christen geh\u00f6rt Solidarit\u00e4t mit den  Hilfsbed\u00fcrftigen zum Grundsatz unseres Christseins, wie es Jesus im  Gleichnis vom barmherzigen Samariter vermittelt. Zum Gebot \u201eDu sollst  deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst\u201c erz\u00e4hlt er folgende Geschichte:  ein Mensch wird ausgeraubt und niedergeschlagen. Zwei gl\u00e4ubige Menschen  gehen an ihm \u2013 aus Angst vor gleichen Schicksal ? \u2013 vor\u00fcber. Erst der  Dritte \u2013 ein Samariter, damals verachtet wegen seines anderen Glaubens \u2013  leistet Erste Hilfe und sorgt f\u00fcr die weitere Pflege. \u201eWer ist dem, der  hilflos war, der N\u00e4chste gewesen ?\u201c fragt Jesus am Ende des  Gleichnisses. Es ist der, der nicht an ihm vorbei gegangen ist, sondern  eingegriffen hat, um zu helfen so gut er es konnte. Jesus setzt uns das  Handeln des Samariters verbindlich zum Vorbild: Wenn ein Mensch in Not  ist, haben wir uns als Mitmenschen und Christen f\u00fcr ihn einzusetzen und  zu helfen. Wie das unter heutigen Umst\u00e4nden geschehen kann, dar\u00fcber muss  wieder neu nachgedacht werden, damit nicht so etwas geschehen kann, wie  wir es am Anfang gelesen haben: dass neben uns ein Mensch verhungert,  weil niemand da ist, der sich wirklich um ihn k\u00fcmmert. <em>(Sommer 2007)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort13\">Evangelisch aus gutem Grund<\/h3>\n\n\n\n<p>Am 31. Oktober feiern wir wieder das Reformationsfest. Wir erinnern  uns dabei daran, dass Martin Luther an diesem Tag im Jahre 1517 seine 95  Thesen zum Ablass-(Un-)Wesen zur Diskussion stellt und eine Abschrift  dazu an die T\u00fcr der Wittenberger Schlosskirche, das schwarze Brett der  damaligen Universit\u00e4t, anschl\u00e4gt. Damit trat er unbeabsichtigt eine  Bewegung los, die die Welt bis heute ver\u00e4ndert hat, da seine Einsichten  explosionsartig in Europa Verbreitung fanden. In Folge dieser Ereignisse  kam es sp\u00e4ter zur Bildung evangelischer Kirchen. Zu keiner Zeit wollte  Luther jedoch selbst eine neue Kirche gr\u00fcnden, sondern er wollte nur  seine katholische Kirche von unbiblischen Ausw\u00fcchsen befreien,  reformieren und wieder zu ihren evangeliumsgem\u00e4\u00dfen Urspr\u00fcngen  zur\u00fcckf\u00fchren \u2013 darum feiern wir ja auch ein Reformationsfest und kein  Kirchengr\u00fcndungsfest. Die katholische Kirche der damaligen Zeit war aber  weder willens noch f\u00e4hig, auf durch die Bibel begr\u00fcndete Argumente hin  ihre Praxis zu \u00fcberpr\u00fcfen und sich unter die alleinige Autorit\u00e4t der  Bibel zu stellen. Sie bek\u00e4mpfte die neue Bewegung mit allen Mitteln und  exkommunizierte Luther. Der Bann, der \u00fcber ihn verh\u00e4ngt wurde, ist bis  heute nicht aufgehoben. Auch wenn wir zwischen den beiden Konfessionen  heute ein wesentlich entspannteres Verh\u00e4ltnis und zumindest in  Deutschland auch ein gutes menschliches Miteinander haben, haben sich  die Grundlagen im Verh\u00e4ltnis der beiden Kirchen bisher in keiner Weise  ge\u00e4ndert. Die von Luther bek\u00e4mpften Abl\u00e4sse gibt es heute noch: sie  werden immer wieder zu besonderen Ereignissen wie dem Jahrtausendwechsel  oder dem Weltjugendtag vergeben. Auch in allen anderen Positionen hat  sich die katholische Kirche auf die evangelische Kirche kaum zubewegt.  Im Gegenteil: die Hoffnung auf eine \u00d6ffnung, die mit dem 2.  vatikanischen Konzil verbunden war, ist heute ganz verschwunden. Auch  die \u00c4u\u00dferungen des heutigen Papstes Benedikt lassen keinen  Interpretationsspielraum zu: die evangelische Kirche wird nicht als  Kirche anerkannt, das Heil wird aus seiner Sicht nur durch die  katholische Kirche vermittelt. Dass es keine wirkliche Gemeinschaft  zwischen den Kirchen gibt, zeigt sich nach wie vor beispielhaft daran,  dass eine gemeinsame Feier des Abendmahls oder der Eucharistie unter  keinen Umst\u00e4nden m\u00f6glich ist.<br> Wie sollen wir uns als evangelische Christen dazu stellen? So wie Luther  damals schon: unsere einzige Norm und Autorit\u00e4t ist und bleibt die  Heilige Schrift. Das Heil Gottes wird uns nicht durch die Kirche, ihre  \u00c4mter und ihre besonderen Weihen vermittelt, sondern einzig durch Jesus  Christus und den Glauben an ihn. Die Kirche hat dem nur zu dienen, indem  sie Gottes Wort verk\u00fcndigt und die Sakramente ihrer Einsetzung durch  Jesus Christus gem\u00e4\u00df verwaltet und die Menschen versammelt, die diesen  Glauben miteinander teilen. Auch haben die Werke der Kirche und  Verdienste der Heiligen keinerlei Bedeutung f\u00fcr unser ewiges Heil,  sondern die Gnade Gottes reicht v\u00f6llig aus. An diesen evangelischen  Grundlagen hat sich bis heute nichts ge\u00e4ndert. Wir sind deshalb nicht  auf die Gunst des Papstes angewiesen, dass er uns als Kirche anerkennt.  Denn wir sind schon von Gott anerkannt und haben alles, was wir zu  unserem Kirche-Sein ben\u00f6tigen: die Autorit\u00e4t der Bibel, den Zugang zu  Gott durch den Glauben an Jesus Christus, den heiligen Geist, der unter  uns mit seinen Gaben wirkt. Mehr ben\u00f6tigen wir nicht. Daran gilt es  festzuhalten und \u2013 das muss man auch durchaus selbstkritisch sagen \u2013  sich als evangelische Kirche wieder neu darauf zu besinnen. Genau darum  feiern wir fr\u00f6hlich und dankbar das Reformationsfest. <em>(Reformationsfest 2007)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort14\">\u201eDurchschaut\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eEs gibt keine zweite Chance, einen ersten Eindruck zu hinterlassen\u201c,  las ich vor kurzem in einer Zeitschrift. Das stimmt. Der erste Eindruck  von einem Menschen ist im Alltag oft entscheidend und beeinflusst unser  Verhalten grundlegend. Nur schwer ist oft der erste Eindruck zu  revidieren. Verhaltensforscher sagen, dass in den ersten drei Sekunden  einer Erstbegegnung zwischen zwei Menschen entschieden wird \u00fcber  Sympathie und Antipathie, Vertrauen und Misstrauen in der Begegnung. Es  gibt zum Beispiel die sprichtw\u00f6rtliche \u201eLiebe auf den ersten Blick\u201c.<br> Aber es geh\u00f6rt auch zu unserer Lebenserfahrung, dass der erste Eindruck  t\u00e4uschen kann. Der Mensch sieht ja nur, was vor Augen ist. Darauf  stellen sich viele ein und geben sich in manchen Situationen anders, als  sie in Wirklichkeit sind. Menschen kann man damit t\u00e4uschen in  Situationen, wo es auf den Eindruck ankommt, etwa im Vorstellungs- oder  Bewerbungsgespr\u00e4ch, in einer Pr\u00fcfung, beim ersten Kennenlernen einer  wichtigen Person.<br> In der Bibel hei\u00dft es: <em>Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, aber der Herr sieht das Herz an.<\/em> 1. Samuel 16,7<br> Gott kann man nicht t\u00e4uschen. Er schaut tiefer. Er schaut hinter unsere  Fassade. Der Psalm 139 meditiert , wie genau Gott uns kennt: \u201eIch sitze  oder stehe auf, so wei\u00dft du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.  Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn  siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon  w\u00fcsstest.\u201c<br> Gott kennt mich vollkommen, er sieht das Herz an, ihn kann ich nicht  t\u00e4uschen. Diese Erkenntnis ist, wenn man sich darauf einl\u00e4sst, ungeheuer  tr\u00f6stend aber auch erschreckend:<br> Tr\u00f6stend, weil ich bei ihm ehrlich sein darf und ihm nichts vorspielen  muss. Weil er mich versteht, wenn Menschen mich nicht verstehen. Weil er  zu mir steht, wenn andere mich anfeinden. Weil er mich annimmt, wenn  Menschen mich verachten.<br> Zugleich ist diese Erkenntnis erschreckend. Denn wenn ich etwas denke,  sage und tue, was vor Gott nicht in Ordnung ist, was Schuld vor ihm  bedeutet, dann kann ich mich vor ihm auch nicht verstecken. Dann sieht  er die tiefsten Motive meines Handelns, auch die unguten. Dann werde ich  ihm dar\u00fcber Rechenschaft geben m\u00fcssen.<br> Menschen kann man t\u00e4uschen \u2013 Gott nicht.<br> Menschen kann man entt\u00e4uschen \u2013 Gott nicht.<br> Weil er uns so genau kennt, wei\u00df er um alles \u2013 auch um das B\u00f6se in uns,  um die S\u00fcnde und die Schuld. Trotzdem ist er nicht entt\u00e4uscht. Weil er  uns kennt, darum hat er einen Weg gefunden, wie wir wieder mit ihm in  Ordnung kommen k\u00f6nnen. Er hat Jesus zu uns gesandt, mit seinem Leben und  Sterben f\u00fcr uns einzutreten. Daran denken wir jetzt in der  Passionszeit. Jesus hat unsere Schuld auf sich genommen und unsere  verdiente Strafe getragen. Wir m\u00fcssen uns nicht mehr verstecken, sondern  k\u00f6nnen vertrauensvoll zu ihm kommen. Unsere Schuld wird uns vergeben.  Wir sind um Christi willen bei ihm angenommen. Gott sieht unser Herz:  ja. Er sieht alle Beweggr\u00fcnde unseres Herzen bei unserem Tun. Aber er  sieht vor allem darauf, ob wir Jesus vertrauen und sein  stellvertretendes Tun f\u00fcr uns annehmen. Und das z\u00e4hlt. Durch Jesus und  seine Vers\u00f6hnung k\u00f6nnen wir frei vor Gott treten als unseren Vater, der  seine Kinder liebt. Darum f\u00fcrchten wir uns nicht, dass er unser Herz  sieht, sondern wir freuen uns, dass Gott uns so gut kennt.<br> Und wenn dann etwas zwischen uns und Gott getreten ist, d\u00fcrfen wir ihn  wie David um Vergebung bitten: \u201eSchaffe in mir, Gott, ein reines Herz,  und gib mir einen neuen, best\u00e4ndigen Geist.\u201c (Psalm 51,12) Und im Wissen  darum, dass wir immer wieder von Gottes guten Wegen abzuirren drohen,  kann unsere Bitte sein: \u201eErforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz;  pr\u00fcfe mich und erkenne, wie ich\u2019s meine. Und sieh, ob ich auf b\u00f6sem Wege  bin, und leite mich auf ewigem Wege.\u201c (Psalm 139,23-24)<br> <em>(Fr\u00fchjahr 2003)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort15\">Glaube kann aufh\u00f6ren<\/h3>\n\n\n\n<p>Genauer gesagt: Glaube an Gott kann aufh\u00f6ren. Sang- und klanglos, \nweil er keine Bedeutung f\u00fcr das Leben mehr hat und anderes wichtiger \noder sinnvoller erscheint. Oder in einem l\u00e4ngeren Prozess der \nAuseinandersetzung, wo dem bisher Geglaubten scheinbar \u00fcberlegene \nEinsichten entgegenstehen und das Festhalten daran unm\u00f6glich machen. \nOder mit einem schmerzvollen Aufschrei, weil pers\u00f6nlich erfahrenes Leid \nan Gott, seiner Liebe oder seiner Macht, verzweifeln l\u00e4sst. Das ist \nvielfache Realit\u00e4t.<br>\nGlaube hat aufgeh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Was bleibt, wenn Glaube aufh\u00f6rt ?<br>\nLebt man befreiter ? Leichter ? Manche erleben die Absage an den Glauben\n tats\u00e4chlich als Befreiung. Vieles ist ohne den Glauben auch wirklich \neinfacher. Man ist dann nur noch sich selbst Rechenschaft schuldig und \nkann sich unbeschwert selbst verwirklichen. Manchmal empfindet man sich \ndabei als aufgekl\u00e4rt und \u00fcberlegen und hat f\u00fcr die Glaubenden nur noch \nein leises L\u00e4cheln \u00fcbrig: \u201eEs gibt Menschen, die brauchen das eben \nnoch.\u201c. Manche werden auch k\u00e4mpferisch und intolerant. Ihnen ist jedes \n\u00f6ffentliche Zeichen des Glaubens ein Dorn im Auge. Die gerichtlichen \nAuseinandersetzungen \u00fcber Anbringung von Kreuzen in \u00f6ffentlichen R\u00e4umen \nvor einigen Jahren zeigen das. Andere trauern dem Verlust ihres Glaubens\n heimlich nach. Denn der Glaube bedeutete ja auch Geborgenheit, \nZuversicht, Kraft und Trost. Wenn der Glaube aufgeh\u00f6rt hat, erscheint \ndas Leben oft sinnlos. Man richtet sich ein in einer Welt, der man \nletztlich keinen Sinn mehr zu geben vermag. Das Leben ist, wie es ist. \nPunkt. Manche k\u00f6nnen sich aber auch damit nicht abfinden und versuchen, \nselbst durch ihren pers\u00f6nlichen Einsatz dem Leben einen Sinn zu geben. \nAndere suchen f\u00fcr sich und diese Welt einen neuen Sinn in einer anderen \nKultur zu finden. Die zunehmende Esoterik der letzten Jahrzehnte ist ein\n Symptom daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist es also egal, ob man glaubt oder nicht ?<br>\nUnserer westlichen Gesellschaft und unserem Staat ist es sicher egal. \nAnders als im Islam wird Glaube hier als Privatsache betrachtet. Im \npers\u00f6nlichen Umfeld kann es schon einmal zu Auseinandersetzungen kommen,\n wenn verschiedene Einstellungen aufeinanderprallen. Aber eines ist \nsicher: Gott selbst ist es nicht egal. Denn Glaube ist ja der Ausdruck \neiner Beziehung zu ihm. Gott sucht die Beziehung zu uns Menschen, zu \njedem einzelnen. Wir sind ihm wichtig und es tut ihm Leid, wenn unsere \nBeziehung zu ihm aufh\u00f6rt. Gott m\u00f6chte, dass wir in Beziehung zu ihm \nbleiben. Wir sind ihm so wichtig, dass er von seiner Seite alles getan \nhat, um diese Beziehung aufrecht zu erhalten oder neu herzustellen. Er \nhat uns Jesus gesandt, damit wir in Beziehung zu Gott kommen und bleiben\n k\u00f6nnen. Und Jesus steht auf unserer Seite und setzt sich f\u00fcr uns bei \nGott ein: damals als Mensch unter Menschen und heute bei Gott zu seiner \nRechten. Jesus sagt:<em> \u201eIch habe f\u00fcr dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufh\u00f6re\u201c <\/em>(Lukasevangelium\n 22,32). Und er setzt sich nicht nur mit Worten f\u00fcr uns ein, sondern mit\n seinem ganzen Leben. Er hat es f\u00fcr uns dran gegeben. Und von Gott in \nunzerst\u00f6rbarer Weise wieder erhalten an Ostern. Und er beteiligt uns an \nseinem neu geschenkten Leben. Darum ist es so wichtig, dass unser Glaube\n nicht aufh\u00f6rt oder neu entfacht wird: nur in der lebendigen Beziehung \nzu Jesus haben wir an dem Teil, was Gott uns schenkt: ein Leben in der \nBeziehung zu Gott als unserem Vater, der unser Leben f\u00fchrt, die \nVergebung der Schuld, ein unverg\u00e4ngliches Leben und damit Hoffnung, \nGeborgenheit, Zuversicht auch in den schweren Situationen unseres \nLebens.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Glaube ist also nicht einfach nur eine eigene Weltanschauung,  die wir irgendwie mit uns selbst ausmachen, sondern die Verbindung zu  Gott in Jesus Christus. Und an dieser Verbindung h\u00e4ngt f\u00fcr uns alles.  Jesus h\u00e4lt uns die Verbindung offen. Glauben hei\u00dft, diese Verbindung  nicht abrei\u00dfen zu lassen oder neu zu kn\u00fcpfen. <em>(Fr\u00fchjahr 2005)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort16\">Was gilt in der Welt des 21. Jahrhunderts ?<\/h3>\n\n\n\n<p>Was gilt in Europa, was gilt in Deutschland ? Es geht um Wahrheit und\n Werte und es geht um Macht: Medienmacht, Wirtschaftsmacht, politische \nMacht, milit\u00e4rische Macht. Ein Streit zwischen sehr verschiedenen \nKulturen ist im 21. Jahrhundert entbrannt: der islamischen und der \nwestlich-s\u00e4kularen Kultur. Welche Wahrheiten und Werte gelten ? Das \nislamische Gottesrecht oder die demokratisch legitimierten Werte des \nwestlichen autonomen Menschen ?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kampf wird zun\u00e4chst in den Medien gef\u00fchrt, wie z.B. der \nKarikaturenstreit vor Augen f\u00fchrt. Wer die Medien hat, hat die \nDeutungshoheit, kann bestimmen, was gelten soll. Hinter dem stehen auch \nkonkrete Wirtschaftsinteressen, die im Zuge der Globalisierung keine \nGrenzen mehr kennen. Das wird als Bedrohung erlebt. Nicht umsonst wurden\n die Zwillingst\u00fcrme des Welthandelszentrums in New York am 11. September\n 2001 als Hauptterrorziel ausgesucht. Um diese wirtschaftliche Macht der\n westlichen Welt oder andererseits die entgegengesetzten \nHerrschaftsanspr\u00fcche des Islam zu sichern, werden politische und auch \nmilit\u00e4rische Hebel in Gang gesetzt: Sanktionen erlassen, blutige Kriege \ngef\u00fchrt und Terroranschl\u00e4ge ver\u00fcbt. Im Grunde genommen stehen sich aber \nin dem allen der westliche in jeder Hinsicht freiz\u00fcgige \u2013 in den Augen \nder meisten Muslime gottlose \u2013 Lebensstil und der gesetzlich islamische \nfast unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo \u2013 um alles in der Welt \u2013 ist da aber \u00fcberhaupt noch das \nchristliche Zeugnis, die christliche Kultur ? Denn der westlich-s\u00e4kulare\n Lebensstil hat mit dem christlichen Glauben eigentlich nichts mehr zu \ntun, sondern hat sich vollkommen von ihm gel\u00f6st. Die \u00d6ffentlichkeit und \ndie gro\u00dfe Mehrheit der Bev\u00f6lkerung in Europa ist faktisch nicht mehr \nchristlich bestimmt. Wir leben in einer nachchristlichen, zum Teil \nantichristlichen Zeit auch in Europa. Kennzeichen daf\u00fcr ist, dass in \nEuropa, das erst ja durch das Christentum zum dem wurde, was es ist, der\n Gottesbezug in einer angestrebten EU-Verfassung nicht mehr durchsetzbar\n war. In den Medien, in der Wissenschaft und Wirtschaft haben seit \nlangem Kr\u00e4fte die Macht, die sich nicht mehr christlich verstehen. Gott \nund Kirche sind f\u00fcr sie bestenfalls Privatsache, haben aber in der \n\u00d6ffentlichkeit oder in den konkreten Entscheidungen der Wirtschaft, \nPolitik oder Wissenschaft nichts zu suchen. Der christliche Glaube hat \nim \u00f6ffentlichen Leben damit seine Relevanz verloren. Nur bei gro\u00dfen \nKatastrophen ist die Kirche daf\u00fcr da, noch irgendwie Sinn zu stiften und\n zu tr\u00f6sten. Dann werden gro\u00dfe Gottesdienste begangen. Sind sie vorbei, \ngeht es wie bisher weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Das moderne Glaubensbekenntnis der Wissenschaft und der westlichen \nMedien ist dagegen die Evolution geworden \u2013 zumeist als selbst\u00e4ndiger \nMechanismus ohne Gott gedacht. Andere Positionen scheinen nicht im \nAnsatz denkbar und werden ohne R\u00fccksicht auf journalistische Fairness \noder wissenschaftliche Sachlichkeit bek\u00e4mpft und diskriminert \u2013 sogar \n\u00f6ffentlich-rechtlich wie in einer Sendung von Joachim Bublath im ZDF \nletzten Jahres. Wir haben uns scheinbar daran gew\u00f6hnt, nehmen das ohne \njede Klage hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte endlos fortfahren. Das Christentum befindet sich in Europa\n in der Defensive. Die Lage erscheint wenig erfreulich. Offenbar gilt \nder christliche Glaube in der \u00d6ffentlichkeit faktisch nicht mehr. Wie \nkann man als Christ damit umgehen, ohne zu resignieren ? Indem man sich \nklar macht, dass unsere Zeit immer mehr der Zeit der ersten Christenheit\n gleicht. Auch damals war die \u00d6ffentlichkeit von anderen M\u00e4chten \nbestimmt und die Christen eine kleine verachtete, scheinbar unbedeutende\n Schar, die Spott und Verfolgung in Kauf nahm. Und die Kr\u00e4fte, die sie \ndamals hatte, stehen ihr auch heute zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Apostel Paulus schreibt an die Gemeinde in der Hauptstadt des \nr\u00f6mischen Weltreiches, die unter \u00e4hnlichen oder auch sehr viel \nschlechteren Bedingungen lebte: \u201eSeid fr\u00f6hlich in Hoffnung, geduldig in \nBedr\u00e4ngnis, beharrlich im Gebet .\u201c<br>\nWas gilt f\u00fcr Christen ?<\/p>\n\n\n\n<p>Gott h\u00e4lt die Welt weiterhin in seiner Hand und f\u00fchrt sie zu seinem  Ziel durch alle weltpolitischen Verwirrungen und Verwicklungen hindurch.  Darum bleiben wir fr\u00f6hlich in Hoffnung.<br> Gott gibt seinen Leuten Kraft, auch unter schweren Umst\u00e4nden bei ihm zu  bleiben und nicht den Glauben aufzugeben. Darum bleiben wir geduldig in  Bedr\u00e4ngnis.<br> Gott wartet darauf, dass wir uns f\u00fcr diese Welt und ihre N\u00f6te bei ihm  einsetzen. Er hat M\u00f6glichkeiten, die wir nicht haben. Darum bleiben wir  beharrlich im Gebet.<br> <em>(im Fr\u00fchjahr 2006)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort17\">Vorbereitete Verh\u00e4ltnisse<\/h3>\n\n\n\n<p>Was mag das neue Jahr bringen an Gutem oder auch an Schwerem? Wie \nwird sich die Wirtschaftskrise auswirken? Was erwarten wir pers\u00f6nlich \nvom neuen Jahr? Es liegt ja weitgehend noch vor uns wie ein wei\u00dfes Blatt\n Papier, das erst nach und nach beschrieben wird. Wie gut, dass wir \ndiesen Zuspruch von Jesus haben: <em>Euer Herz erschrecke nicht ! Glaubt an Gott und glaubt an mich.<\/em>\n (Johannesevangelium 14,1). Keine Angst, was auch passieren mag. \nVertraut nur Gott und mir. Aber wie kann Jesus uns so etwas sagen? Ist \ndas nicht nur ein billiger Trost? So wie wir uns oft zu tr\u00f6sten \nversuchen: Es wird schon nichts Schlimmes passieren, du musst das ganz \npositiv sehen. Nein, denn Jesus sagt uns das, weil er selbst daf\u00fcr \ngesorgt hat, dass f\u00fcr uns alles gut werden kann. Er kann es sagen, weil \ner unser Menschsein bis zur letzten Konsequenz geteilt hat, bis zum Tod \nam Kreuz. Weil er sich mit unser aller menschlichem Schicksal verbunden \nhat, uns darin ganz nahe gekommen ist. Er ist uns nahe gekommen in allem\n Gl\u00fcck der Erde, aber auch in allem Schweren, was Menschen ertragen \nm\u00fcssen. Darum kann er sagen: Euer Herz erschrecke nicht! Er kennt alle \nSchrecken. Aber vor allem kann er es sagen, weil er mit Gottes Kraft \nalles \u00fcberwunden hat, was uns erschrecken kann. Er ist nicht im Tode \ngeblieben, sondern zu neuem Leben erweckt worden. Und an diesem neuen \nLeben gibt er uns Anteil \u2013 schon jetzt mitten im Leben und in Ewigkeit. \nEr nimmt uns mit auf den Weg zu Gott, dem Vater. Und er hat daf\u00fcr \ngesorgt, dass auch wir dort ein Zuhause haben. So sagt er es in den auf \ndie Jahreslosung folgenden Versen. Es ist alles gut vorbereitet. Jesus \nkennt den Weg. Er geht uns voran. Ja, er ist der Weg. Wir gehen, wenn \nwir Jesus folgen und unser Vertrauen auf ihn setzen, mitten im Leben und\n auch im Sterben, nicht einen Weg ins Ungewisse. Sondern wir gehen einen\n Weg, den Jesus schon kennt, auf dem er uns begleitet, und der ein gutes\n Ziel hat: das ewige Zuhause beim Vater im Himmel.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich finde, es ist eine gute Jahreslosung f\u00fcr dieses Jahr: wir d\u00fcrfen  ganz zuversichtlich in jeden Tag gehen, was auch geschehen mag. Jesus  geht mit, er geht voran, er kennt den Weg, auch den letzten. Es lohnt  sich ihm zu vertrauen. Im Vertrauen auf Gott und Jesus kommen wir immer  in vorbereitete Verh\u00e4ltnisse! Darum: Euer Herz erschrecke nicht!<em> (im Fr\u00fchjahr 2010)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort18\">Yes, He can !<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eYes, we can!\u201c Was sollte uns denn unm\u00f6glich sein ? \u201eYes, we can!\u201c \nWir brauchen doch nur so jemanden mit dem Charisma und der Ausstrahlung \nwie den neuen amerikanischen Pr\u00e4sidenten Obama. Ja, wir k\u00f6nnen es ! Wir \ngehen auf dem Mond spazieren. Wir kommunizieren in Echtzeit rund um die \nWelt und sind zu jeder Zeit und \u00fcberall erreichbar. Wir kommen in 36 \nStunden an jeden Punkt der Erde. Wir produzieren das Hundertfache an \nNahrungsmitteln wie vor hundert Jahren. Wir erschaffen identische Wesen \ndurch Klonen und wir entziffern den genetischen Code der Menschheit. Wir\n erfinden gegen Krankheiten immer neue Mittel. Alles ist nur eine Frage \nder Zeit, der Organisation und des Geldes. Nichts ist unm\u00f6glich!<\/p>\n\n\n\n<p>Oder ? Bei allem, was uns technologisch heute schon m\u00f6glich ist oder \nin Zukunft m\u00f6glich sein wird, scheint uns doch eines nicht zu gelingen: \nuns als Menschen selbst zu \u00e4ndern. Was sich nicht \u00e4ndert \u00fcber die \nJahrhunderte, ist die menschliche Unvernunft. Sie wird gesteuert von der\n Gier, die die Finanzwelt und die Weltwirtschaft ins Chaos st\u00fcrzt; \ngesteuert vom Hass, der nicht bereit ist, Frieden zu schlie\u00dfen und dem \nanderen zuzugestehen, was man f\u00fcr sich selbst beansprucht, wie im Nahen \nOsten; gesteuert von der Gleichg\u00fcltigkeit und Tr\u00e4gheit, die den \nnachkommenden Generationen die Zukunft verbaut wie beim Klimawandel und \nden Staatsschulden. Albert Einstein sagt: \u201eZwei Dinge sind unendlich: \ndas Weltall und die menschliche Dummheit. Beim Weltall bin ich mir aber \nnicht ganz sicher.\u201c Aber auch im Kleinen und Privaten spielt sich das \nGleiche ab: Ehebruch, Erbschaftsstreit, Spielsucht und so weiter. Die \nBibel nennt all das, was zum Unheil unter uns Menschen f\u00fchrt, S\u00fcnde. Und\n sie sagt: wir sind da so hinein verstrickt, dass wir von uns aus da \nnicht heraus kommen. Unm\u00f6glich!<\/p>\n\n\n\n<p>Oder gibt es doch eine Chance ? Ist nicht alles hoffnungslos ?<br> Ja, es gibt eine Chance: wenn wir aus dem: \u201eYes, we can!\u201c ein \u201eYes, He can!\u201c machen. Gott kann: <em>Was bei den Menschen unm\u00f6glich ist, das ist bei Gott m\u00f6glich.<\/em>  (Lukasevangelium 18, 27). Gott ver\u00e4ndert Menschen. Er gibt uns, wenn  wir zu ihm kommen und uns an ihn wenden, eine neue Lebensrichtung, ein  neues Lebensziel. Er erl\u00f6st uns aus dem st\u00e4ndigen Drehen um uns selbst  und macht uns offen f\u00fcr den N\u00e4chsten. Er ver\u00e4ndert uns, macht aus  Habgier Gerechtigkeitsgef\u00fchl, aus Hass Vergebungsbereitschaft, aus  Gleichg\u00fcltigkeit Verantwortungsbereitschaft. Aber das geschieht nicht  einfach so \u2013 sozusagen automatisch. Nein, es geschieht nur, indem man  bewusst sein Leben Gott unterstellt, nach seinem guten Willen \u00fcber unser  Leben fragt, versucht, danach zu leben und sich von ihm f\u00fchren und  gebrauchen zu lassen. Es kann zusammengefasst werden in den Worten: Gott  von ganzem Herzen zu lieben und unseren Mitmenschen wie uns selbst. Zu  Menschen, die das tun, sagt Jesus: \u201eIhr seid das Licht der Welt. Ihr  seid das Salz der Erde.\u201c Von diesen Menschen geht Hoffnung aus f\u00fcr die  Erde und die n\u00e4chste Umgebung. Es ist Gottes Werk an und in uns. Was uns  unm\u00f6glich ist, das kann Gott. <em>(Fr\u00fchjahr 2009)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort19\">Das Freudenlicht des ewigen Lebens<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"http:\/\/adalbert-detering.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/schneeblueten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"335\" src=\"http:\/\/web-weide.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/schneeblueten.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-194\" srcset=\"https:\/\/web-weide.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/schneeblueten.jpg 400w, https:\/\/web-weide.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/schneeblueten-300x251.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Letztes Jahr zu Weihnachten waren es sonnige, milde Tage \u2013 zu Ostern \njedoch bedeckte Schnee die ersten zarten Bl\u00fcten. Verwirrung der Gef\u00fchle:\n Weihnachtszauber der Natur zu Ostern und Fr\u00fchlings- und Osterluft zur \nWeihnacht ? Man staunt.<br>\nSo ist das auch mit dem, was wir an den Festen eigentlich feiern. Ohne \nOstern, ohne die gro\u00dfe, alles \u00fcberw\u00e4ltigende Botschaft: \u201eDer Tod ist \nbesiegt, Christus ist auferstanden und auch wir werden auferstehen !\u201c \nh\u00e4tte es nie ein Weihnachtsfest gegeben. Zuerst haben die Christen nur \nOstern gefeiert: zuerst an jedem Sonntag, dem Auferstehungstag des Herrn\n oder wie sie es nannten: den Herrentag. Das war noch kein Ruhetag wie \nheute. Die Christen kamen vor ihrer Arbeit in aller Fr\u00fche zusammen, um \ndie Auferstehung zu feiern. Dann wurde es am Osterfest gefeiert. In der \nOsternacht wurden bald alle, die Christen werden wollten nach einer \nVorbereitungszeit getauft. Ostern ist das urspr\u00fcngliche Fest der \nChristenheit. Ohne Ostern kein Weihnachten. Aber dann wurde nachgedacht:\n wer ist das eigentlich, der zu Ostern auferstanden ist, dieser Jesus \nvon Nazareth ? Die Worte und Geschichten von ihm wurden gesammelt, \nweitergegeben und aufgeschrieben. Dabei kam auch die Frage auf: wenn \ndieser Mensch von den Toten auferstanden ist, dann muss sein ganzes \nLeben von seiner Geburt an etwas Besonderes gewesen sein. Und sie \nfragten nach, was \u00fcber seine Geburt zu erfahren war. Maria, die Mutter \nvon Jesus, geh\u00f6rte von Anfang an zu den ersten Christen, die sich in \nJerusalem versammelten, und ein Bruder von Jesus, Jakobus, war nach \nPetrus der sogar Leiter der Urgemeinde dort. Sie waren verl\u00e4ssliche \nZeugen dieser Ereignisse. Im Lukasevangelium hei\u00dft es, als die Hirten \nbei ihnen waren: \u201eMaria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in\n ihrem Herzen\u201c. Als f\u00fcr fast alle Menschen damals noch nichts davon \nerkennbar war, wer da geboren wird, haben nur wenige geahnt, dass ihnen \nin Jesus der von Gott versprochene Retter geboren wurde. Aber im \nR\u00fcckblick ist die Geburt des von Gott gesandten Retters ein \nherausragendes Ereignis, das zurecht gefeiert wird. Ohne Ostern keine \nWeihnachten \u2013 aber ohne Weihnachten, ohne diese Geburt auch kein Ostern.\n An beiden Festen feiern wir das gro\u00dfe Freudenlicht, das uns aufging in \nChristus: Die Zusage seines neuen unverg\u00e4nglichen Lebens in der Nacht \nunserer Schuld und Todesverfallenheit.<br>\nChristus spricht:<em>Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.<\/em> Johannesevangelium 12,4<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>O komm, o komm, du Morgenstern,<br>\nlass uns dich schauen, unsern Herrn.<br>\nVertreib das Dunkel unsrer Nacht<br>\ndurch deines klaren Lichtes Pracht.<br>\nFreut euch, freut euch, der Herr ist nah.<br>\nFreut euch und singt Halleluja.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>(Weihnachten 2008) <\/em><a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort20\">Nein, danke, wir sterben nicht!<\/h3>\n\n\n\n<p>In einem Seminar zur Seelsorge in besonderen Notf\u00e4llen zeigt die \nReferentin zur Einleitung ihres Vortrags eine Karikatur. Ein Treppenhaus\n ist zu sehen und der Tod in Gestalt eines Skelettes mit einer Sense \nklopft an die T\u00fcr. Eine alte Frau steht an der halb ge\u00f6ffneten T\u00fcr und \nsagt: \u201cNein danke, wir sterben nicht.\u201d Diese Karikatur f\u00fchrt humorvoll \nzur Einsicht, dass wir oft genug nicht darauf eingestellt sind, wenn wir\n in einen Notfall geraten \u2013 selbst nicht beim Tod. Dabei wissen wir ja \neigentlich sehr genau, dass es auch uns zu jeder Zeit treffen kann. Wir \nk\u00f6nnen dann nicht dankend ablehnen, wie wir es bei Firmenvertretern an \nder Haust\u00fcr tun: \u201cNein danke, wir brauchen nichts, wir kaufen nichts.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Wie viel menschliche Not ist durch fachkundige Hilfe schon behoben, \nverhindert oder gemildert worden. Dem einen Notfall unseres Lebens \nentgehen aber wir alle nicht, n\u00e4mlich dass unser Leben ein Ende hat. Wie\n sch\u00f6n w\u00e4re es doch, wenn wir dem Tod Bescheid geben k\u00f6nnten: \u201cNein \ndanke, wir sterben nicht\u201d. Gemeint ist allerdings nicht ein Aufschieben \ndes Todes, nicht eine kurzfristige Rettung vor dem Tod. Was w\u00fcrde es \nhelfen, wenn wir immer \u00e4lter w\u00fcrden und nicht sterben k\u00f6nnten? W\u00e4re so \nein Leben als uralter Mensch denn \u00fcberhaupt noch lebenswert? Nein, es \ngeht um eine Rettung aus dem Tod heraus oder durch den Tod hindurch! Es \ngeht um die Gewissheit, das der Tod nicht das Aus, nicht der Abbruch des\n Lebens, sondern ein \u00dcbergang zu einem neuen, unverg\u00e4nglichen Leben ist.\n Gibt es so eine Hilfe, einen Helfer, der die Kompetenz und den Willen \nhat, uns zu helfen ?<\/p>\n\n\n\n<p>Als Christen vertrauen wir darauf, dass Jesus dieser Helfer ist. Die \nPassionszeit erinnert daran, dass er bereit war, den Weg ins Leiden und \nin den Tod zu gehen. Und Ostern feiern wir, dass Gott mit der \nAuferweckung von Jesus ein f\u00fcr alle Mal demonstriert hat, dass es diesen\n Weg aus dem Tod ins Leben gibt. Denn Jesus ging den Weg nicht f\u00fcr sich \nselbst, sondern f\u00fcr uns, damit wir die Gewissheit haben, dass auch unser\n Weg durch den Tod hindurch zum Leben f\u00fchrt. Er sagt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201cIch bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich \nglaubt wird leben auch wenn er stirbt. Und wer da lebt und glaubt an \nmich, der wird nie mehr sterben.\u201d<br>\n(Johannesevangelium 11,25-26)<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Seitdem d\u00fcrfen wir im Vertrauen auf Jesus wie die alte Frau in der  Karikatur zum Tod sagen: \u201cNein danke, wir sterben nicht.\u201d Jesus  \u00fcbernimmt dann als unser Freund und Helfer in dem (Not-)Fall und f\u00fchrt  uns zum ewigen Leben. <em>(vor Ostern 2010) <\/em><a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort21\">Herbstzeit \u2013 Erntezeit \u2013 Reifezeit<\/h3>\n\n\n\n<p>An der Sch\u00f6pfung lesen wir es ab: die Fr\u00fcchte der Felder und G\u00e4rten \nsind geerntet und eingebracht. Die Bl\u00e4tter der B\u00e4ume zeigen sich in der \nsch\u00f6nsten Farbenmischung in gelb, rot und braun. Der Wind fegt sie \nschlie\u00dflich ganz von den \u00c4sten. Die Tage werden k\u00fcrzer, k\u00e4lter und \ndunkler.<\/p>\n\n\n\n<p>Herbstzeit ist Erntezeit: Gott hat wieder etwas wachsen lassen von \ndem, was wir zum Leben brauchen. Auch wenn wir heute nicht mehr \nunmittelbar abh\u00e4ngig sind von dem Ertrag unserer \u00c4cker, sondern in \nLebensmittelm\u00e4rkten einkaufen k\u00f6nnen, was aus vielen L\u00e4ndern kommt: \nW\u00fcrde Gott nicht hier und dort Wachstum und Gedeihen geben, k\u00f6nnten wir \nnicht leben. Das gilt es nicht zu vergessen und daf\u00fcr zu danken am \nErntedanktag. Und wenn wir im \u201eVater Unser\u201c beten: \u201eUnser t\u00e4glich Brot \ngib uns heute\u201c, dann sind wir auch vor Gott in der Verantwortung, aus \nunserem \u00dcberfluss denen etwas abzugeben, die oft das N\u00f6tigste nicht \nhaben. Das kann im Gottesdienst am Erntedanktag geschehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Herbstzeit ist Reifezeit. Im November kommen die Sonntage, die daran \nerinnern, dass auch wir Menschen heranreifen in unserem Leben: \nVolkstrauertag \u2013 Ewigkeitssonntag, im Volksmund auch Totensonntag, an \ndenen wir uns der Gestorbenen der Kriege und des vergangenen \nKirchenjahres erinnern. Wir werden an unsere eigene Sterblichkeit \nerinnert. Was wird die Frucht unseres Lebens sein? Sind wir bereit f\u00fcr \ndie Ewigkeit? K\u00f6nnen wir Gott gegen\u00fcbertreten, wenn er uns aus dem Leben\n ruft? K\u00f6nnen wir innerlich \u00fcberhaupt diese Gedanken zulassen oder \nverdr\u00e4ngen wir sie lieber?<\/p>\n\n\n\n<p>Gott schenkt uns unser Leben und alles, was wir zum Leben brauchen. \nWir sollen es dankbar aus seiner Hand nehmen und genie\u00dfen. Wir sollen \nihn aber als den Sch\u00f6pfer und Herrn unseres Lebens dar\u00fcber nicht \nvergessen. Im H\u00f6ren auf sein Wort, in der t\u00e4glichen Verbindung mit ihm \nim Gebet, in der Gemeinschaft derer, die an ihn glauben, kann unser \nLeben reifen und Frucht bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das w\u00fcnsche ich Ihnen. <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort22\">Im Lebenshaus auf Lebensreise<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"http:\/\/adalbert-detering.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/hausaufwagen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"275\" src=\"https:\/\/web-weide.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/hausaufwagen-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-220\" srcset=\"https:\/\/web-weide.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/hausaufwagen-1.jpg 400w, https:\/\/web-weide.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/hausaufwagen-1-300x206.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ich vermute, sie sind genauso verbl\u00fcfft, wie ich es war, als ich das Bild zum ersten Mal sah!<br>\nDa sind drei Dinge zusammen, die irgendwie nicht zusammen passen: Eine \nAutobahn, ein Haus auf einem Lastwagen, der Lastwagen auf der Br\u00fccke. \nDann dachte ich: Es ist ein Bild f\u00fcr unser heutiges Lebensgef\u00fchl: Alles \ngeht rasend schnell. Wenn man sich beruflich nicht st\u00e4ndig auf der H\u00f6he \nh\u00e4lt, ist man schnell au\u00dfen vor. Alles hat sich beschleunigt. Wer nicht \nmitmacht, kommt nicht mit. Mit dem Leben ist es heute wie auf der \nAutobahn.<br>\nWir brauchen aber auch ein Zuhause und Geborgenheit; R\u00e4ume, wo wir uns \nwohl f\u00fchlen und einrichten k\u00f6nnen. Niemand kann nur mit st\u00e4ndigen \nVer\u00e4nderungen und mit Stress leben. Wir m\u00fcssen auch einmal Ruhe finden \nk\u00f6nnen, zuhause sein, etwas haben, wo wir wir selbst sein k\u00f6nnen. Einen \nOrt, wo wir sicher sind.<br>\nAber ist das m\u00f6glich? Sind wir nicht oft gezwungen, uns auf den Weg zu \nmachen mitsamt unserem Lebenshaus? \u00dcbersteht das die Fahrt? Das Haus auf\n der Br\u00fccke wirkt zerbrechlich. Ein Haus, das fest auf einem Fundament \nsteht, vermittelt uns gr\u00f6\u00dfere Sicherheit. K\u00f6nnen wir \u00fcberhaupt das Haus \nunseres Lebens so durch unseren Alltag transportieren? Gibt es f\u00fcr uns \nnoch diese Geborgenheit? Tr\u00e4gt die Br\u00fccke? Kommen wir gut und \nunbesch\u00e4digt am Ziel an?<br>\nNicht nur im Blick auf unser Lebensgef\u00fchl im Alltag, viel st\u00e4rker noch \nim Blick auf die Reise, die wir nach der uns geschenkten Lebenszeit \nantreten, besteht bei vielen Unsicherheit. Tr\u00e4gt das, was ich glaube? \nBesteht die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod zu Recht? Worauf kann \nich mich verlassen? Was ist richtig und wahr im Blick auf das Leben nach\n dem Tod?<br>\nAls Jesus kurz vor seinem Tod von seinen J\u00fcngern Abschied nahm, wollte \ner sie auf die umst\u00fcrzenden Ereignisse vorbereiten, die ihren Glauben zu\n ersch\u00fcttern drohten. Monate und Jahre waren sie nun st\u00e4ndig bei ihm \ngewesen und mit ihm gegangen, hatten sich ganz auf ihn eingelassen, mit \nihm in enger Gemeinschaft gelebt. Sie hatten ihm ihr ganzes Vertrauen \ngeschenkt und ihre Hoffnungen auf ihn gesetzt. Doch nun sollte f\u00fcr sie \nalles zu Ende sein. Die drohende Gefangennahme, die Verurteilung und die\n Hinrichtung am Kreuz stellte alles in Frage. Woran sollten sie sich \njetzt orientieren, was gab ihnen jetzt Halt, wo er nicht mehr als ihr \nLehrer unter ihnen war? Der Boden schien unter ihren F\u00fc\u00dfen ins Wanken zu\n geraten. W\u00fcrden sie ihren Glauben in dieser Situation bewahren k\u00f6nnen? \nIhn in die Zeit hin\u00fcber retten k\u00f6nnen, wo sie ohne Leitung und den \nSchutz von Jesus leben mussten? W\u00fcrde die Br\u00fccke in die neue Zeit \ntragen?<br>\nDa hinein sagte Jesus ihnen (Johannesevangelium 14,1-6):<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an \nmich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn\u2019s nicht so w\u00e4re,\n h\u00e4tte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die St\u00e4tte zu \nbereiten? Und wenn ich hingehe, euch die St\u00e4tte zu bereiten, will ich \nwieder kommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin. Und wo\n ich hingehe, den Weg wisst ihr. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen\n nicht, wo du hingehst; wie k\u00f6nnen wir den Weg wissen? Jesus spricht zu \nihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum \nVater denn durch mich.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Jesus macht damit deutlich:<\/p>\n\n\n\n<ol><li>Es besteht kein Grund zur Panik: der Glaube tr\u00e4gt. Gott ist zuverl\u00e4ssig.<\/li><li>Es gibt f\u00fcr uns ein himmlisches Zuhause, das Jesus f\u00fcr uns vorbereitet.<\/li><li>Jesus m\u00f6chte, dass wir an dem teilhaben, was er hat und dass wir dort sind, wo er ist.<\/li><li>Das Ziel f\u00fcr Jesus und f\u00fcr uns ist Gott, der Vater, im Himmel.<\/li><li>Jesus selbst ist der Weg dorthin. Ihn zu gehen hei\u00dft, Jesus im Leben und im Tod zu vertrauen.<\/li><li>Der Tod, den Jesus zur Vergebung unserer S\u00fcnden stirbt, \u00f6ffnet den Weg zum Vater.<\/li><li>Der Tod ist nicht das Ende, sonder ein \u00dcbergang zum Leben bei Gott.<\/li><li>Allein Jesus gibt uns hier die n\u00f6tige Gewissheit, ans Ziel zu gelangen.<\/li><li>Jesus lebt. Wir sind hier nicht allein. Unsichtbar ist er bei uns.<\/li><li>Im Vertrauen darauf k\u00f6nnen wir uns im Leben auf den Weg machen und auch im Letzten geborgen sein.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Das ist die gute und tragf\u00e4hige Botschaft, die wir haben. Dass Sie von ihr erfasst und getragen werden, w\u00fcnsche ich ihnen. <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort23\">Zeit der Engel<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie kaum in einer anderen Zeit begegnen uns in der Weihnachtszeit  Engel. In der damaligen DDR, die ja versuchte das Christentum zu  \u00fcberwinden und zu unterdr\u00fccken, kam man besonders in der Weihnachtszeit  um die Engel nicht ganz herum. Zu pr\u00e4sent waren sie im  Kunstgewerbehandel aus dem Erzgebirge, in der christlichen Kunst, Musik  und Tradition. So versuchte man, sie umzudeuten und ihnen den  biblisch-christlichen Hintergrund zu nehmen, indem man sie in  \u201eJahresend-Fl\u00fcgelpuppen\u201c umbenannte. 15 Jahre nach dem Fall der Mauer  ist das nur noch ein L\u00e4cheln wert. Heute stehen Engel wieder hoch im  Kurs. Eine ganz neue Literatursparte ist in den letzten Jahren  entstanden, die sich mit den Engeln besch\u00e4ftigt. Der am meisten von  Eltern gew\u00e4hlte Taufspruch f\u00fcr ihre Kinder hei\u00dft: \u201eDenn er hat seinen  Engeln befohlen, dass sie dich beh\u00fcten auf allen deinen Wegen.\u201c (Psalm  91,11). Man rechnet heute wieder mit Engeln. Woher aber kommen die  Engel, warum treten sie besonders in der Weihnachtszeit auf ? Was hat es  mit ihnen wirklich auf sich ?<br> Engel sind in der Bibel Boten Gottes, die zur himmlischen Sph\u00e4re Gottes  geh\u00f6ren und zumeist beauftragt werden, den Menschen au\u00dfergew\u00f6hnliche  Ereignisse anzuk\u00fcndigen, sie darauf vorzubereiten und ihnen beizustehen.  So kommen Engel im Neuen Testament vor allem in der  Weihnachtsgeschichte vor: das au\u00dfergew\u00f6hnlichste Ereignis, dass Gott in  Jesus zu uns Menschen kommt, ja selbst Mensch wird, wird von Engeln  vorbereitet und begleitet. Der Maria wird es angek\u00fcndigt durch den Engel  mit Namen Gabriel, der Engel des Herrn verk\u00fcndigt den Hirten auf den  Feldern Bethlehems die Geburt des Messias, die himmlischen Heerscharen  der Engel stimmen einen gewaltigen Lobgesang an, ein Engel erscheint  Joseph im Traum und bewegt ihn zur Flucht nach \u00c4gypten. Engel werden  dabei als starke, eher m\u00e4nnlich anmutende Wesen beschrieben. Dass sie  Fl\u00fcgel haben, wird nur von den Cheruben und Seraphen im Alten Testament  erw\u00e4hnt, die einen ganz besonderen Dienst in der Gegenwart Gottes  verrichten.<br> Was bedeuten uns die Engel? Geh\u00f6ren sie nur zum weihnachtlichen  Ambiente? Oder haben sie wirklich eine Bedeutung f\u00fcr uns? Denn wohl kaum  einer hat einen Engel pers\u00f6nlich gesehen. Engel sind scheinbar  unscheinbar. Genau das ist ihr Dienst. Sie traten nie in den  Vordergrund. Sie haben kein Interesse, selbst wahrgenommen zu werden.  Sie verweisen nur auf das, was sie anzuk\u00fcndigen, vorzubereiten und zu  begleiten haben. Wenn ihr Auftrag erledigt ist, verschwinden sie. So  sollen auch die weihnachtlichen Engel uns ganz auf das Eigentliche, auf  die au\u00dferordentliche Geburt verweisen: \u201eSchaut, was euch da von Gott  geschieht. Nehmt das neu wahr. Lasst euch wie die Hirten in Bewegung  setzen. \u00d6ffnet euch neu dieser guten Nachricht und nehmt sie zu Herzen.\u201c  Das ist es, was damals ihr Ziel und Auftrag war und was sie uns bis  heute vermitteln wollen. Lassen wir uns also von den Engeln in der  Weihnachtszeit hinweisen auf das, was damals f\u00fcr uns geschah und noch  heute f\u00fcr uns gilt: \u201eEuch ist heute der Retter geboren!\u201c Lassen wir uns  neu einstimmen in den gro\u00dfen Lobgesang des Engelchores zu Ehren Gottes. <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort24\">Was unserer Seele gut tut<\/h3>\n\n\n\n<p>Unsere Seele ist ein sensibles Wesen. Sie bildet die Schnittstelle \nzwischen der geistigen und der k\u00f6rperlichen Sph\u00e4re unseres Menschseins. \nWas wir geistig aufnehmen, setzt sich in Gef\u00fchle um, die wir k\u00f6rperlich \nsp\u00fcren: Gl\u00fcck, Wohlbehagen, Freude, manchmal Stolz \u2013 aber auch Angst, \nUnbehagen, Sorge, Trauer, Niedergeschlagenheit. Entscheidend f\u00fcr unsere \nSeelenlage ist also, was wir gerade aufnehmen, aber auch, wie wir es \nverarbeiten. Hier haben Menschen, die aus einer lebendigen Beziehung und\n aus tiefem Vertrauen zu Gott leben, einen gro\u00dfen Vorzug: sie machen \nzwar weithin die gleichen Erfahrungen wie andere Menschen auch, k\u00f6nnen \ndiese Erfahrungen aber besser verarbeiten. Weil sie um Gott als den \nUrgrund ihres Lebens und Seins wissen, vertieft dies die Momente des \nGl\u00fccks zu gro\u00dfer Dankbarkeit. In Trauer wissen sie sich gehalten und \ngetragen von einer Hoffnung, die st\u00e4rker ist als Leid und Tod. In \n\u00c4ngsten und Sorgen haben sie das Gebet zu Gott, der gr\u00f6\u00dfer ist als die \nBedrohung ihres Daseins und der Geborgenheit schenkt. Sie leben selbst \nvon der Vergebung der Schuld und t\u00e4glich aus der Barmherzigkeit Gottes. \nDarum k\u00f6nnen sie anderen vergeben, barmherzig begegnen und so zum \nFrieden beitragen.<br>\nIm Psalm 103 wird die eigene Seele aufgefordert, das Leben aus dieser \nGottesbeziehung immer wieder neu zu realisieren und dem Vergessen zu \nentrei\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Lobe den HERRN, meine Seele,<br>\nund was in mir ist, seinen heiligen Namen!<br>\nLobe den HERRN, meine Seele,<br>\nund vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:<br>\nder dir alle deine S\u00fcnde vergibt<br>\nund heilet alle deine Gebrechen,<br>\nder dein Leben vom Verderben erl\u00f6st,<br>\nder dich kr\u00f6net mit Gnade und Barmherzigkeit,<br>\nder deinen Mund fr\u00f6hlich macht,<br>\nund du wieder jung wirst wie ein Adler.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Tun sie ihrer Seele doch Gutes: machen Sie sich diese Psalmworte zu  eigen. Setzen Sie ihr Vertrauen auf Gott und leben Sie neu aus dem  Zupruch seines Wortes. Lassen Sie ihre Seele singen und Gott die Ehre  geben. <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort25\">Reich beschenkt<\/h3>\n\n\n\n<p>Wir sind reich beschenkt. Nicht nur, weil es uns immer noch im \nVergleich zu vielen L\u00e4ndern der Erde unglaublich gut geht. Obwohl \nMenschen dort ja oft viel gl\u00fccklicher und zuversichtlicher sind als wir \nim deutschen Jammertal. Wir sind reich beschenkt, weil wir durch Jesus \nGott zum Vater haben, den Sch\u00f6pfer und Erhalter der Welt, der f\u00fcr uns da\n ist. Zu dem wir kommen und beten d\u00fcrfen. Reichtum l\u00e4sst sich nicht nur \nin Euro und Dollar messen, sondern Jesus lehrt uns die Augen auf zu \nmachen und zu sehen, wie reich Gott uns schon beschenkt hat in seiner \nSch\u00f6pfung, zu der wir selbst auch geh\u00f6ren. Er sagt im Matth\u00e4usevangelium\n 6,28-30:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen:<br>\nsie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.<br>\nIch sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit<br>\nnicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.<br>\nWenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet,<br>\ndas doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird:<br>\nsollte er das nicht viel mehr f\u00fcr euch tun, ihr Kleingl\u00e4ubigen?<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Gott schenke Ihnen einen neuen Blick f\u00fcr seinen Reichtum. <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort26\">Die Wirklichkeit der Auferstehung<\/h3>\n\n\n\n<p>Der bekannte Schriftsteller Heinrich B\u00f6ll stellte in einer \nFernsehdiskussion einmal die Frage: \u201eH\u00e4tte ich, wenn ich dabei gewesen \nw\u00e4re, die Auferstehung oder den Auferstandenen fotografieren k\u00f6nnen?\u201c \nMit dieser Frage erregte er den Unwillen der an der Diskussion \nbeteiligten Theologen. F\u00fcr diese war eine solche Frage unangemessen.<br>\nAber warum eigentlich? Steckt doch hinter der Frage B\u00f6lls ein \nnat\u00fcrlicher Realit\u00e4tssinn, der sich im t\u00e4glichen Leben st\u00e4ndig bew\u00e4hrt. \nSollte dieser Realit\u00e4tssinn hier pl\u00f6tzlich nicht mehr gelten? Es \nverbirgt sich dahinter doch die Frage nach der Wirklichkeit der \nAuferstehung: hat sich das, was wir die Auferstehung von Jesus nennen, \nnur in den K\u00f6pfen seiner Anh\u00e4nger abgespielt? Oder ist die Auferstehung \netwas gewesen, was sich wirklich ereignet hat? Wissenschaftlich \nausgedr\u00fcckt: ist sie nur psychologisch oder auch empirisch zu verstehen?<br>\nDie von B\u00f6ll gestellte Frage l\u00e4sst sich ohne genaueres Nachdenken nicht \nbeantworten. Nehmen wir also einmal an, wir h\u00e4tten solch ein Foto von \ndem Auferstandenen in den H\u00e4nden \u2013 mag es aussehen, wie es wolle. Was \nh\u00e4tten wir damit gewonnen? Vielleicht w\u00e4re solch ein Foto ja f\u00fcr eine \nkleine wissenschaftliche Sensation gut \u2013 f\u00fcr mehr wohl nicht. Schnell \nw\u00fcrde man wieder zur Tagesordnung schreiten. Einige Menschen w\u00fcrden das \nFoto vielleicht wie das Turiner Grabtuch, von dem gesagt wird, dass es \nden Leichnam Jesu eingeh\u00fcllt haben soll, als Beweis f\u00fcr die Richtigkeit \ndes christlichen Glaubens ansehen. Andere w\u00fcrden es dagegen mit \nSicherheit in Zweifel ziehen. Nichts lie\u00dfe sich damit letztlich \nentscheiden oder bewegen.<br>\nDie Auferstehung von Jesus und seine Erscheinungen selbst l\u00f6sten dagegen\n offenbar damals sehr viel aus. Denn daraus entstand eine Bewegung, die \nbis heute um die ganze Welt geht. Aus \u00e4ngstlichen Anh\u00e4ngern, die durch \nden Tod ihres Lehrers v\u00f6llig eingesch\u00fcchtert und entmutigt waren, wurden\n mutige Zeugen seiner Auferstehung. In ihren Gottesdiensten riefen die \nersten Christen Jesus als ihren Herrn an, der f\u00fcr sie durch seine \nAuferstehung gegenw\u00e4rtig und lebendig war. Sie hatten die Kraft, nach \nseinen Worten zu leben, ja sie waren sogar bereit, in Verfolgungen daf\u00fcr\n in den Tod zu gehen. Die Zahl derer, die sich zu Jesus hielten und \n\u00fcberzeugt waren, dass er lebt und die Geschicke dieser Welt in seiner \nHand hat, nahm immer mehr zu.<br>\nHeute gibt es bei uns wie auf der ganzen Welt viele Millionen Menschen, \ndie an Jesus Christus als den f\u00fcr sie Gekreuzigten und Auferstandenen \nglauben und auf ihn in ihrem Leben vertrauen. F\u00fcr sie ist klar: \u201eWeil \nJesus auferstanden ist und lebt, wissen wir, dass mit dem Tode nicht \nalles aus ist. Wir erwarten mit Gewissheit auch f\u00fcr unser eigenes Leben \neine Auferstehung aus dem Tode und ein ewiges Leben.\u201c<br>\nWie kommen diese Menschen dazu und was hat sie \u2013 vielleicht ja auch uns \u2013\n \u00fcberzeugt? Etwa eine rein verstandesgem\u00e4\u00dfe Argumentation, wie sie mit \neinem Foto von der Auferstehung durch Heinrich B\u00f6ll angestrebt wird?<br>\nFragt man bewusste Christen, so f\u00fchren sie vielleicht einiges an, was \nmit ihrem Lebenslauf verkn\u00fcpft ist, zum Beispiel die Erziehung im \nchristlichen Glauben durch die Eltern, oder einschneidende Erfahrungen \nin ihrem Leben, in denen ihnen der Glaube erschlossen wurde. Jedoch auch\n sie k\u00f6nnen letztlich nur sagen: \u201eEs ist f\u00fcr mich eine Wirklichkeit, die\n ich nicht begr\u00fcnden kann. Sie ist da, aber ich kann sie nicht \ndemonstrieren oder beweisen. Ich habe erfahren, dass das Zeugnis eines \nanderen Menschen von Jesus Christus oder ein Wort der Bibel f\u00fcr mich \nwahr wurde. Mir ging die Wahrheit und Wirklichkeit Gottes einfach auf. \nIch schenkte dem Wort Gottes mein Vertrauen und lie\u00df mich darauf ein. \nDass Jesus auferstanden ist, ist f\u00fcr mich jetzt ganz selbstverst\u00e4ndlich \nund bestimmt mein Leben.\u201c<br>\nDas, was die Menschen von der Wirklichkeit der Auferstehung, wie sie \neben beschrieben wurde, seit je \u00fcberzeugt, ist nach der Bibel Gott \nselbst durch seinen Heiligen Geist. Er wirkt durch sein Wort an uns. \nMartin Luther beschreibt das in seiner Erkl\u00e4rung des \nGlaubensbekenntnisses so:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eIch glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch \nKraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann; \nsondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit \nseinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten: \ngleich wie er die ganze Christenheit auf Erden beruft, sammelt, \nerleuchtet und bei Jesus Christus erh\u00e4lt im rechten einigen Glauben\u2026\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Diese Erfahrung steht jedem Menschen offen. Gottes Geist wirkt auch  heute durch sein Wort. Es lohnt sich deshalb, sich auf die Bibel in  seinem Leben einzulassen und sich zur Gemeinde zu halten.<br> Wenn also die Wirklichkeit des Auferstandenen nicht in erster Linie auf  der Ebene des rein Verstandesm\u00e4\u00dfigen erfahren wird: welchen Sinn und  Nutzen hat dann die Frage, die Heinrich B\u00f6ll stellte? Was liegt dann  daran, ob die Auferstehung von Jesus sich feststellbar ereignete oder  nicht?<br> Nach den Zeugnissen der Evangelien ist es ein Tatbestand, dass seine  Auferstehung nicht abseits sinnlicher Erfahrung erfolgte, sondern mitten  in unserer Welt geschah. Das bedeutet: sie geschah nicht nur rein  geistig, sondern k\u00f6rperlich; gewiss: nach den biblischen Zeugen in einer  anderen K\u00f6rperlichkeit als der, die wir kennen \u2013 aber mitten in dieser  Welt und den Sinnen zug\u00e4nglich.<br> \u00dcbrigens: Es gibt zwar kein Foto von der Auferstehung Jesu, aber den von  der Auferstehungsbotschaft der Evangelien nicht zu l\u00f6senden  historischen Hinweis, dass das Grab, in dem Jesus lag, am dritten Tag  leer und der Leichnam nicht aufzufinden war. Die k\u00f6rperliche  Auferstehung von Jesus ist f\u00fcr mich die einzige verstandesm\u00e4\u00dfig wirklich  befriedigende und vern\u00fcnftige Erkl\u00e4rung. Alle anderen Erkl\u00e4rungen  halten unvoreingenommener historischer \u00dcberpr\u00fcfung nicht stand.<em> (Ostern 1994)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort27\">Gut ankommen !<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eMelde dich, damit wir wissen, ob du gut angekommen bist!\u201c geben wir unseren Kindern mit, wenn sie eine weite Fahrt unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Advent hei\u00dft \u201eAnkunft\u201c und erinnert daran, dass Gott uns Jesus, \nseinen Sohn, schickt. Der Vater im Himmel m\u00f6chte, dass er gut bei uns \nankommt. Deshalb bereitet er sein Volk Israel auf dessen Ankunft vor. Er\n macht sein Vorhaben schon lange vorher bekannt. So leben die Menschen \ndamals in der Erwartung, dass Gott den Messias und Retter senden wird. \nDann wird es Weihnachten. In der Bibel hei\u00dft es:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eAls die Zeit erf\u00fcllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau\u201c (Galaterbrief 4,4).<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Als Kind in der Krippe ist der Sohn bei uns angekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist er gut bei uns Menschen angekommen ? Das ist die wesentliche \nFrage, die Gott interessiert. Es ist dabei ziemlich egal, ob wir Jesus \ngr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Komfort oder nur das Geringe anbieten k\u00f6nnen, was wir \ngerade haben. Er kam ja schlie\u00dflich in einem Stall zur Welt und nicht in\n einem Palast. So war das auch sp\u00e4ter: wer immer ihn aufnahm oder \neinlud, zu dem kam Jesus gerne. Er machte keine Unterschiede. Er f\u00fchlte \nsich wohl bei den Menschen, die mit ihm a\u00dfen und tranken, lachten und \nweinten. Diese Menschen nahm er in seine Gemeinschaft mit Gott dem Vater\n hinein. Nicht nur Jesus wurde von Menschen aufgenommen, sondern auch \ndiese sind durch Jesus innerlich zu Gott gekommen \u2013 sie sind bei ihm gut\n angekommen. Denn sie bekamen die Gewissheit, dass sie durch ihn zu Gott\n geh\u00f6rten. Andere Menschen begegneten Jesus mit Misstrauen und Skepsis. \nBei ihnen konnte Jesus nicht heimisch werden.<br>\nSo hei\u00dft es von Jesus:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Er kam in seine eigene Sch\u00f6pfung, doch seine Gesch\u00f6pfe, \ndie Menschen, wiesen ihn ab. Aber allen, die ihn aufnahmen und ihm \nGlauben schenkten, verlieh er das Recht, Kinder Gottes zu werden.\u201c \n(Johannesevangelium 1,11-12 nach der \u00dcbersetzung: Gute Nachricht)<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das gilt auch uns heute im Advent:<br> Gott m\u00f6chte, dass Jesus bei uns gut ankommt, damit auch wir bei Gott gut  ankommen!Wer ihn herzlich aufnimmt, bei dem kehrt er ein. Und wer ihm  im Glauben die T\u00fcr \u00f6ffnet, der ist bei Gott zu Hause, der ist Gottes  Kind.<em> (zum Advent 2010)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"AufeinWort28\">Sommer, Ferien, Urlaub \u2026<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie sch\u00f6n ist es im Sommer, die Sonne zu genie\u00dfen und W\u00e4rme zu tanken.<br>\nWie sch\u00f6n ist es in den Ferien Zeit zu haben, etwas anderes zu erleben.<br>\nWie sch\u00f6n ist es, im Urlaub einmal alles um sich herum zu vergessen, \nabzuschalten vom Alltagsstress, zur Ruhe zu kommen und neue Kr\u00e4fte zu \nsammeln.<br>\nDer Urlaub ist f\u00fcr viele Menschen so etwas wie die Tankstelle des \nJahres. Im Urlaub k\u00f6nnen sie so richtig auftanken, neue Energien sammeln\n f\u00fcr die restliche zeit des Jahres, wo diese Energien gebraucht und \nverbraucht werden in den Anforderungen des Alltags und des Berufes. Wenn\n man mit neuer Energie dann wieder an die Arbeit gehen kann, geht vieles\n leichter von der Hand. Die Zeit des Urlaubs ist auch eine Gelegenheit, \nf\u00fcr das Leben im Alltag eine neue Orientierung zu finden, einmal Dinge \nneu zu \u00fcberdenken, die uns im Getriebe des Alltags zur ungefragten \nGewohnheit wurden, die sich auf Dauer aber zerst\u00f6rend in unserem Leben \nund Zusammenleben auswirken. Der Urlaub ist auch eine Chance Gott neu zu\n begegnen: ein gutes geistliches Buch zu lesen, in einen Gottesdienst zu\n gehen, die Bibel und das Gebet neu zu entdecken. Es ist gut, sich \ndarauf zu besinnen, dass unser Leben und unsere Kraft letztlich von Gott\n kommt. Es ist gut, wenn wir neu zur Dankbarkeit Gott gegen\u00fcber finden, \ndem wir ja alles, was wir sind und haben, verdanken:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Gedenke an den Herrn, deinen Gott; denn er ist\u2019s, der dir Kr\u00e4fte gibt. 5. Mose 8,18<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>(Im Sommer 1991)<\/em> <a href=\"#AufeinWort0\">=>nach oben<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden sich kurze Texte, die in den letzten Jahren in Gemeindebriefen, Tageszeitungen oder anderen Medien ver\u00f6ffentlicht wurden. Sie nehmen aktuelle Ereignisse,&nbsp; Themen des Kirchenjahres oder einen Bibeltext auf: Durchs Kirchenjahr: Alles wird gut ! Gut ankommen Zeit der Engel Das Freudenlicht des ewigen Lebens Trau ich der einen Nacht oder den vielen Tagen ? &#8230; <span class=\"more\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/web-weide.de\/?page_id=41\">[Read more&#8230;]<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":177,"parent":0,"menu_order":11,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/41"}],"collection":[{"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/41\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":264,"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/41\/revisions\/264"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/177"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}