{"id":47,"date":"2020-01-05T15:48:18","date_gmt":"2020-01-05T15:48:18","guid":{"rendered":"http:\/\/web-weide.de\/?page_id=47"},"modified":"2020-01-05T23:18:00","modified_gmt":"2020-01-05T23:18:00","slug":"christsein-im-alltag-gedankenanstoesse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/web-weide.de\/?page_id=47","title":{"rendered":"Christsein im Alltag (Gedankenanst\u00f6\u00dfe)"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"http:\/\/adalbert-detering.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/glaube.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"451\" height=\"285\" src=\"https:\/\/web-weide.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/glaube.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-217\" srcset=\"https:\/\/web-weide.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/glaube.jpg 451w, https:\/\/web-weide.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/glaube-300x190.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 451px) 100vw, 451px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><em>F\u00fcr <\/em><em>verschiedene <\/em><em>Gespr\u00e4chsabende mit Referenten\n oder Gespr\u00e4chsrunden auf Familienfreizeiten wurden Gedanken und Zitate \nkopiert an Tischen ausgelegt, um dar\u00fcber ins Gespr\u00e4ch zu kommen und \nvertiefende Einsichten f\u00fcr das Christsein im Alltag zu gewinnen.&nbsp; Hier \nsind einige Gedankenanst\u00f6\u00dfe zu verschiedenen Themen:<br>\n<\/em><br>\n<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Perspektiven des Glaubens<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2013 in unseren Beziehungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Mach dir bewusst, dass das Zusammenleben mit anderen auch Schmerzen \nbringt. So wie die Kiesel im Flie\u00dfenden Wasser sich st\u00e4ndig reiben und \nmit der Zeit glatt und gl\u00e4nzend werden, reiben und sto\u00dfen sich die \nMenschen unaufh\u00f6rlich aneinander, bis sein m Ende g\u00fctiger und gerechter \ngeworden sind. Sie meiden einander nicht mehr, sie stellen sich \ngegenseitig in Frage und \u00fcberpr\u00fcfen ihr Handeln. Sie bleiben zusammen, \nteilen Freude und Leid, mit dem festen Willen, zueinander zu stehen. Da \nsind auch Menschen, die warten auf die Begegnung mit dir, verlangen dein\n Zuh\u00f6ren und dein Verstehen, denn in deiner eigenen Art zu denken und zu\n empfinden, bist du f\u00fcr sie unsch\u00e4tzbar wichtig. Das solltest du wissen \nund wahrnehmen. Denn Liebe hei\u00dft teilen: Dies ist die Wahrheit, die dein\n Leben ver\u00e4ndert und reich macht. Jesu Leben war Teilen. Und deshalb gab\n er uns Brot und Wein als Zeichen der Zusammengeh\u00f6rigkeit und des \nTeilens. F\u00fcr alle Zukunft bat er: Teilt miteinander, was ihr habt, und \nversucht gemeinsam Antwort zu finden, ertragt euch gegenseitig und denkt\n gut voneinander, seid herzlich und voll Vertrauen. Und so erf\u00fcllt sich \nf\u00fcr uns alle das leben, das wir lieben und begehren. <em>Christa Wei\u00dfe<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Als Mensch bleibe ich auf andere angewiesen. Um mich selbst zu \nfinden, muss ich mich aber auch unterscheiden, muss ich mich selbst \nentdecken, muss ich nein sagen lernen. Wenn z.B. Eltern oder Partner \nmich nicht freigeben, um mein eigenes Leben zu finden, brauche ich \nandere Erwachsene, die mir helfen. Es ist wichtig, dass wir als eigene \nPerson bejaht, anerkannt und geliebt sind, dass M\u00f6glichkeiten und \nFreir\u00e4ume da sind, um uns zu entfalten, aber ebenso, dass wir teilnehmen\n k\u00f6nnen an den Aufgaben der Gemeinschaft, dass unsere F\u00e4higkeiten \ngesehen und in Anspruch genommen werden. Damit ich eine eigene, \nselbst\u00e4ndige Person werden und in Freiheit mit anderen verbunden sein \nkann, muss ich wieder allein sein; zugleich brauche ich den Kontakt mit \nanderen. Ich muss ausprobieren, wie ich in Gemeinschaft bin, wie andere \nmich sehen, wie ich darauf reagiere, wie ich meine gaben einbringen \nkann, wo ich Erg\u00e4nzung durch andere brauche, wo ich mich behaupten oder \nzur\u00fccknehmen oder Kompromisse eingehen muss. Es ist gut zu wissen, dass \nGott uns in diesem Prozess mit seiner bejahenden Liebe begleitet, uns \nhilft, Mut macht, zu uns steht. <em>Friedhard Gutsche<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2013 in der Partnerschaft und Ehe<\/h3>\n\n\n\n<p>Vertrauen ist das Fundament einer Ehe. Das bedeutet zun\u00e4chst ein \nWagnis einzugehen, den Mut zu haben, sich aufeinander einzulassen. Ist \ndas dabei das Fundament tief und breit genug ausgelegt f\u00fcr das, was es \ntragen soll ? Die Partnerschaft und Ehe muss heute mehr Erfordernissen \nund h\u00f6heren Erwartungen standhalten als fr\u00fcher. Gut ist es daher, einen \nfesten Untergrund zu haben, der die Beziehung tr\u00e4gt: die gemeinsame \nBindung an Jesus Christus im H\u00f6ren und Tun des Wortes Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ehe ist wie ein Haus, das gestaltet und bewohnt werden muss. Das \nAufbauen auf dem Vertrauen, das Gestalten und Bewohnen der Ehe geschieht\n fast ausschlie\u00dflich durch Sprechen miteinander und gemeinsames Handeln.\n Beides erfordert Zeit f\u00fcreinander. Ab und zu vertr\u00e4gt das Haus der Ehe \nauch einen Ausbau, Umbau oder eine Renovierung. Was ist jetzt dran ?<\/p>\n\n\n\n<p>Kennzeichen einer guten, stabilen Beziehung: Freundschaft \u2013 Akzeptanz \u2013 gemeinsame Werte \u2013 Anziehung. <em>Hans-Georg Filker<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Untreue kennt letztlich keine Gewinner, nur Verlierer.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2013 im t\u00e4glichen Familienchaos<\/h3>\n\n\n\n<p>Vater und Mutter stehen in einer gemeinsamen F\u00fcrsorge und \nVerantwortung f\u00fcr ihre Kinder. V\u00e4ter d\u00fcrfen sich da nicht heraus \nstehlen.<br>\nDas Wichtigste, was wir unseren Kindern schenken k\u00f6nnen, ist Zeit und Zuwendung.<br>\nDas Vorbild von Vater und Mutter dr\u00fcckt sich weniger in Worten und \nVerhaltensma\u00dfregeln aus, als am Beispiel des eigenen Lebens. Junge \nMenschen sind \u00e4u\u00dferst sensibel f\u00fcr Glaubw\u00fcrdigkeit und Echtheit.<br>\nDas t\u00e4gliche Familienchaos l\u00e4sst sich leichter bew\u00e4ltigen, wenn wir \ndabei im Bunde mit Christus stehen. Er hilft uns, zu unserem Versagen zu\n stehen. Er hilft uns, zu unserem Versagen zu stehen, Vergebung zu \nerbitten \u2013 und Vergebung zu gew\u00e4hren. Den nirgends sonst ist die Frage \nvon Schuld und Vergebung so brennend aktuell wie in der eigenen Familie,\n wo wir tagaus, tagein auf engstem Raum zusammenleben. <em>Klaus-J\u00fcrgen Diehl<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen. <em>Augustinus<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wo klare Grenzen da sind, die die Eltern, nicht das Kind, bestimmen \nund durchsetzen, entsteht Stabilit\u00e4t, Sicherheit, Geborgenheit und \nLiebe. <em>Reinhard Dobat<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2013 in der Erziehung<\/h3>\n\n\n\n<p>Wer will, dass sein Kind eine eigenst\u00e4ndige Pers\u00f6nlichkeit werde, der\n lasse es spielen, der stifte es dazu an, der schaffe Spielraum. Besser \nein paar Schrammen an unseren M\u00f6beln als Schrammen an der Kinderseele\u2026 \nOhne Entfaltungsm\u00f6glichkeiten wachsen weder Eigenst\u00e4ndigkeit noch \nSelbstvertrauen. Dies wurzelt in der Zuversicht: Hier zu Hause m\u00f6gen sie\n mich, auch wenn ich etwas falsch mache. <em>Gerd Schimansky <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Eltern selbst beten, erkennt das Kind daraus, dass die scheinbar\n allm\u00e4chtigen Eltern selbst eine h\u00f6here und m\u00e4chtigere Autorit\u00e4t \nanerkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Niemand soll zum Glauben gezwungen, sondern von Gott freiwillig \ngezogen werden durch das Evangelium. Denn es ist nicht euer Werk, und es\n steht nicht in eurer Macht, dass jemand gl\u00e4ubig wird, sondern Gottes \nallein. Wo nun Kinder das Evangelium nicht annehmen wollen, soll man sie\n deshalb nicht vernachl\u00e4ssigen oder versto\u00dfen, sondern sie pflegen und \nversorgen, als w\u00e4ren sie die allerbesten Christen, und ihren Glauben \nGott befehlen, bis dass Gott durch uns mit seiner Gnade bekehre, welche \ner bekehren will. <em>Martin Luther<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Meine Eltern \u2013 das war der Himmel. Ich wusste (und zwar recht fr\u00fch, \ndessen bin ich sicher), dass sich in ihnen ein anderes Wesen meiner \nannahm, mich ansprach. Dieses Andere nannte ich nicht Gott \u2013 \u00fcber Gott \nhaben meine Eltern mit mir erst sp\u00e4ter gesprochen. Ich gab ihm \u00fcberhaupt\n keinen Namen. Es war da, und das war mehr. Ja, hinter meinen Eltern \nstand jemand, und Papa und Mama waren nur beauftragt, mir dieses \nGeschenk aus erster Hand weiterzugehen. Es war der Anfang meines \nGlaubens und erkl\u00e4rt meiner Ansicht nach, warum ich niemals einen \nmetaphysischen Zweifel gekannt habe. <em>Jacques Lusseyran<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2013 in der Hektik unseres Alltags<\/h3>\n\n\n\n<p>Anti-Stress-Strategien:<br>\nEinf\u00e4ltig werden: eine Sache mit ganzem Herzen tun \u2013 und anderes daf\u00fcr lassen.<br>\nInseln der Stille im Meer des L\u00e4rms ansteuern.<br>\nDen sch\u00f6pfungsgem\u00e4\u00dfen Rhythmus der Zeiten respektieren: Tag und Nacht, Arbeit und Ruhe.<br>\n<em>Klaus-J\u00fcrgen Diehl<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Mensch bezieht seinen Wert und seine W\u00fcrde nicht von dem her, was\n er leistet oder sich leisten kann. Dass Gott ihn ohne jede Vorleistung \nf\u00fcr wert erachtet und ihm gn\u00e4dig ist: Das macht seinen einmaligen Wert \naus. Wollen wir unser Leben auf Gnade gr\u00fcnden oder auf Leistung? Gott \nsei Dank muss ich weder mir noch andern durch mein Tun beweisen, dass \nich ein wertvoller Mensch bin. <em>Klaus-J\u00fcrgen Diehl<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2013 in der Krise<\/h3>\n\n\n\n<p>Was ist der Unterschied zwischen \u2018Konflikt\u2019, \u2018Krise\u2019 und \n\u2018Katastrophe\u2019 ? Die Verwechslung dieser drei Lebenserfahrungen und macht\n vieles unn\u00f6tig kompliziert und belastend. Krisen sind keine \nKatastrophen. Sie sind Herausforderungen, eine Chance zur Ver\u00e4nderung \nund zur Reifung ! Es \u2018kriselt\u2019 \u2013 das hei\u00dft: Ich (!) stehe auf dem \nPr\u00fcfstand. Nicht irgendetwas, ich selbst bin gefragt, ich selbst stehe \nzur Disposition. Das ist schmerzhaft, aber auch voller Verhei\u00dfungen. Wo \nKrisen angenommen und gestaltet werden, w\u00e4chst die F\u00e4higkeit, sich neuem\n Vertrauen zu \u00f6ffnen, die eigene Lebensspur zu entdecken und zu bejahen,\n Gott, den Sch\u00f6pfer als tragenden Grund unseres Lebens zu erfahren. <em>Friedhard Gutsche<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wer die Krise annimmt und gestaltet, wird gelassen. Gelassen ist, wer\n sich selbst \u201egelassen\u201d hat. Verlassen ist, wer sich nicht \u201everlassen\u201d \nkann. <em>Gerhard Ruhbach<\/em><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Selbst in der tiefsten aller Krisen<br>\nbis Du Gott uns Menschen nah.<br>\nSelbst am Ende unserer Tage<br>\nscheint Dein Licht uns hell und klar.<br>\nSelbst im Tod schenkst Du uns Leben,<br>\nschenkst uns Hoffnung, sprengst die Zeit.<br>\nDrum kannst Du uns aufstehn helfen<br>\naus den Krisen unserer Zeit.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Clemens Bittlinger<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2013 in schwierigen Lebens\u00fcberg\u00e4ngen<\/h3>\n\n\n\n<p>Vollj\u00e4hrig wird man automatisch \u2013 Erwachsenwerden geht nicht von \nselbst. Lebensabschnitte und -\u00fcberg\u00e4nge haben immer mit Abschiednehmen \nund Aufbrechen zu tun, mit Loslassen und Neues wagen, mit Verarbeiten \ndes Bisherigen und Einstimmen auf die n\u00e4chste Phase, mit Trauerarbeit \nund Reisevorbereitung. <em>Friedhard Gutsche<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Viele werden nur deshalb nicht achtzig, weil sie zulange versucht haben, vierzig zu bleiben <em>H. Welz<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist die Anfrage an jeden Menschen, ob er es wohl gelernt hat, in \nderjenigen Zeit zu leben und ganz gegenw\u00e4rtig zu sein, die ihm \naugenblicklich gegeben ist. Die Erfahrung zeigt: Wir verhalten uns \nweitgehend anders. Wir verschieben die Zeiten. <em>Reinhard Strunk<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAlles hat seine Zeit!\u201d \u2013 aber Gott verspricht: \u201eIch bin mit Dir auf allen Deinen Wegen. Deine Zeit steht in meinen H\u00e4nden !\u201d<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2013 in Erfahrungen des Scheiterns<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eDu musst erfolgreich sein! Du darfst keine Schw\u00e4che zeigen, du musst\n stark sein, ganz gleich auf wessen Kosten !\u201d Die Erfahrung des \nScheiterns und Versagens ist eine menschliche Grunderfahrung, sie bliebt\n niemandem erspart. Das Scheitern in der Liebe, in der Erziehung, im \nMiteinander von Eltern und Kindern, im Beruf sind besonders \ntiefgreifende und schmerzliche Erfahrungen. Das Scheitern kann uns zur \nSelbsterkenntnis helfen, aber vieles steht dem im Wege:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Unser Bild von uns selbst erlaubt uns nicht, dass wir uns ernsthaftes Versagen eingestehen.<\/li><li>Das Bild, das die anderen von uns haben, m\u00f6chten wir gern aufrecht erhalten, um nicht als Versager dazustehen.<\/li><li>Die Entt\u00e4uschungen der Vergangenheit m\u00f6chten wir m\u00f6glichst \nvermeiden. Also weichen wir dem Risiko aus; wir wagen nichts mehr, um \nnicht von neuem zu scheitern.<\/li><li>\u00dcberhaupt: Wir haben Angst, im Scheitern den Boden unter den F\u00fc\u00dfen zu verlieren; denn wer h\u00e4lt das schon aus ?<\/li><li>Deshalb ignorieren wir das Scheitern; wir nehmen es gar nicht mehr als Scheitern wahr; wir f\u00e4rben es sch\u00f6n.<\/li><li>Deshalb meiden wir Gescheiterte und solche, die von der Mehrheit dazu gestempelt werden, und halten uns an die \u201eErfolgreichen\u201d.<\/li><li>Wer die Erfahrung des Scheiterns verdr\u00e4ngt, sucht deshalb die \nUrsachen bei den anderen, macht sie f\u00fcr das Misslingen verantwortlich.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><em>Friedhard Gutsche<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIm Anfang meiner T\u00e4tigkeit habe ich mich nicht getraut, mit meinen \nKollegen \u00fcber mein Versagen zu sprechen. So wie sie \u00fcber ihren \nUnterricht redeten, hatte ich immer das Gef\u00fchl: Die schaffen das, denen \ngelingt alles, du bist ein Versager. Inzwischen habe ich begriffen, dass\n das Scheitern zu meinem Leben dazugeh\u00f6rt. Dass ich scheitere, ist nicht\n schlimm, wichtig ist, wie ich mein Scheitern annehme und verarbeite. \nHeute erfahre ich, dass es ein St\u00fcck gelebten Glaubens ist, wenn die \nKinder mitbekommen, wie ich mit meinem Scheitern umgehe. Dadurch ist \nmein Verh\u00e4ltnis zu den Jugendlichen viel enger und offener geworden.\u201d <em>Hans Bernhard Kaufmann<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir verk\u00fcndigen den gekreuzigten \u2013 den gescheiterten \u2013 Christus\u201d, \nschreibt Paulus. Es ist eine gro\u00dfe Befreiung, wenn wir glauben und \nerkennen, dass Gott uns in dem gekreuzigten Jesus von Nazareth als \nGescheiterte liebt und annimmt. Ich habe erfahren, dass ich dann frei \nwerde von all den Zw\u00e4ngen, die mich zum Erfolg verurteilen, dass ich \ndann frei geworden bin f\u00fcr die Liebe \u2013 auch im Alltag. Damit \u00e4ndert sich\n der Ma\u00dfstab: Die Solidarit\u00e4t im Scheitern und mit den Gescheiterten ist\n Pr\u00fcfstein unserer Menschlichkeit und unseres Glaubens. Wer aus dem \nScheitern lernt und dadurch zur Selbsterkenntnis vor Gott kommt, wird \nvor allem neue Lebenszuversicht gewinnen. Seine Einstellung zum Leben \nund zum anderen Menschen ver\u00e4ndert.&nbsp; <em>Friedhard Gutsche<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2013 im Feiern des Lebens<\/h3>\n\n\n\n<p>Seinem innersten Wesen nach ist der Mensch ein Gesch\u00f6pf, das nicht \nnur arbeitet und denkt, sondern das auch singt, tanzt, betet, \nGeschichten erz\u00e4hlt und feiert. Wo aus einer Kultur die Festlichkeit \nverschwindet, ist etwas allgemein Menschliches in Gefahr. <em>Harvey Cox<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Mensch hungert nach Gl\u00fcck und Freude. Aber es gibt in unserer \nWelt nicht viel zu lachen. Lachen kann man nur in Freiheit. Aber diese \nFreiheit ist selten geworden. Wir m\u00fcssen unterscheiden lernen zwischen \nden entfremdeten Formen eines nur scheinbaren Gl\u00fccks und den befreienden\n Formen der Freude. Man kann leicht durch Unterhaltung, Ablenkung und \nAm\u00fcsement um das gef\u00e4hrliche, aber wahre Gl\u00fcck der Freiheit betrogen \nwerden. <em>J. Moltmann<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Gott ist der gro\u00dfe Freund und Liebhaber des Lebens. Im Genie\u00dfen und \nFeiern r\u00fchmen wir die Gabe des Lebens. Darum ist jedes frohe und \nfrohmachende Fest eine Liebeserkl\u00e4rung und ein Dankesch\u00f6n an den \nSch\u00f6pfer dieser Welt. <em>Wolfgang Vorl\u00e4nder<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr verschiedene Gespr\u00e4chsabende mit Referenten oder Gespr\u00e4chsrunden auf Familienfreizeiten wurden Gedanken und Zitate kopiert an Tischen ausgelegt, um dar\u00fcber ins Gespr\u00e4ch zu kommen und vertiefende Einsichten f\u00fcr das Christsein im Alltag zu gewinnen.&nbsp; Hier sind einige Gedankenanst\u00f6\u00dfe zu verschiedenen Themen: Perspektiven des Glaubens \u2013 in unseren Beziehungen Mach dir bewusst, dass das Zusammenleben mit anderen &#8230; <span class=\"more\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/web-weide.de\/?page_id=47\">[Read more&#8230;]<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":199,"parent":0,"menu_order":10,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/47"}],"collection":[{"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=47"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/47\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":218,"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/47\/revisions\/218"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/199"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/web-weide.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=47"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}